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GroKo beschließt Volljährigkeit mit sechs Jahren, um Kinderarmut effektiver bekämpfen zu können


Berlin (EZ) | 12. März 2018 | Die neue Regierung hat der Kinderarmut den Kampf angesagt. Ein erster Schritt ist die Herabsenkung der Volljährigkeit von 18 auf sechs Jahre. Weitere Maßnahmen sind geplant.

Derzeit gelten rund 3,5 Millionen Kinder in Deutschland als arm. „Das ist ein Problem, das wir dringend in den Griff bekommen müssen“, so Kanzlerin Angela Merkel heute Vormittag in Berlin. Aus diesem Grunde habe man sich diesen Punkt im neuen Koalitionsvertrag rot markiert und werde sich dieses Themas als erstes vornehmen.



„Gemeinsam mit der SPD haben wir beschlossen, dass wir die Volljährigkeit auf sechs Jahre herabsenken werden. Damit können wir die Anzahl der in Armut lebenden Kinder bereits auf Anhieb um mehr als die Hälfte reduzieren.“

Merkel äußerte sich glücklich darüber, damit ein Thema abhaken zu können, das seit Jahren immer wieder für Diskussionen sorgt. „Natürlich steigt damit die Zahl der erwachsenen Armen ab sechs, aber zumindest die Kinderarmut können wir auf diese Weise vorerst eindämmen.“

Weitere Schritte sollen folgen. So plant die GroKo bereits, das Thema Kinderarbeit nicht mehr als komplettes Tabuthema zu behandeln. „Wir müssen schauen, was ein vier- oder fünfjähriges Kind auch handwerklich bereits an Tätigkeiten verrichten kann“, so Merkel weiter. „Und dafür soll es natürlich hinterher angemessen entlohnt werden.“

(JPL/Foto: By Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 de, Link)

 

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