Kostenloser Nahverkehr: „Weißfahrer“ mit Tickets sollen künftig 60 Euro Strafe zahlen

Berlin (EZ)  14. Februar 2018 | Die Bundesregierung überlegt, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr einzuführen. Finanziert werden soll es u.a. über die sogenannten „Weißfahrer“, also Fahrgäste, die sich trotz Verbots Tickets kaufen. Ihnen droht künftig ein Bußgeld bis zu 60 Euro.

Der Vorstoß der Bundesregierung trifft auf viel positive Resonanz. Bus und Bahn fahren so viel man möchte, ohne dafür zu bezahlen. „Wir wollen damit die Umwelt entlasten und erreichen, dass vor allem zahlreiche Arbeitnehmer häufiger auf ihr Auto verzichten und sich stattdessen für öffentliche Verkehrsmittel entscheiden“, heißt es in einem offiziellen Regierungsschreiben.



Setzt sich das Modell der kostenlosen ÖPNV durch, müssen vor allem sogenannte Weißfahrer fürchten, erwischt zu werden. „Wer sich widerrechtlich einen Fahrschein kauft, obwohl die Fahrt gratis ist, der erfüllt künftig den Strafbestand des Weißfahrens“, so die Erklärung. „Wer dabei ertappt wird, muss mit einer Strafe bis zu 60 Euro rechnen und wird unverzüglich des Zuges oder Busses verwiesen.“

Aus diesem Grund werde es auch weiterhin regelmäßige Kontrollen geben. „Nur wer auf Nachfrage explizit kein Ticket vorweisen kann, darf sitzen bleiben und die Fahrt fortsetzen.“

(JME/Foto: By GeorgDerReisendeOwn work, CC BY-SA 4.0, Link)