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Schon wieder übergangen: Warum bekommt Angela Merkel einfach kein Ministerium?

Es soll einfach nicht sein: Angela Merkel wurde schon wieder nicht für wichtige Aufgaben berücksichtigt.


Berlin (EZ) | Auch im vierten Anlauf wurde sie nicht berücksichtigt: Angela Merkel wird in dieser Legislatur wieder kein Ministerium leiten. 

Einmal mehr wurde ein Koalitionsvertrag ausgehandelt, einmal mehr war Angela Merkel vom Anfang bis zum Ende an der Ausarbeitung beteiligt und dennoch: erneut wird sie keines der begehrten Ministerien führen. Mittlerweile fragt sich das Land: Warum wird ihr kein Ressort zugetraut?



Schon 2005, 2009, 2013 und nun nach der Wahl im letzten Herbst hat Merkel sich Hoffnungen auf ein eigenes Ministerium gemacht. Nachrichtenmagazine zitieren sie mit den Worten: „Mir würde doch das Verbraucherschutzministerium völlig reichen!“ Sie hätte sich doch im Wahlkampf nicht umsonst den „Arsch aufgerissen“, so die beliebte Politikerin der CDU am Rande der Sondierungen mit CSU, der FDP und den Grünen Anfang November.

Doch auch jetzt, nach vielen Wochen Verhandlungen und nächtelangen Sitzungen, wird sie schon wieder übergangen. Während selbst dem SPD-Mann Olaf Scholz jetzt ein Ministerium anvertraut wird und sich auch Martin Schulz auf die Leitung eines nicht unbedeutenden Amtes freuen darf, muss Merkel sich vertrösten lassen.

Dabei bringt Merkel alles mit, was gemeinhin von einer MIsterin erwartet wird. Sie hat Erfahrung und hat in den 1990ern schon mal das Umweltministerium geführt und ist seit vielen Jahren Vorsitzende der CDU.

Politologen und Journalisten rätseln nun. Wird Merkel gezielt von ihren eigenen Parteifreunden geschnitten? Hat sie Feinde auf höchster Ebene, die ihr die Zukunft versagen?

Allgemein wird zumindest ihr Durchhaltevermögen anerkannt. „Sie lässt sich nicht unterkriegen, sie bleibt beständig dran und verfolgt weiter ihren Traum“, so Prof. Dr. Ulrich Halberlein von der Universität Leipzig. „Da muss man schon den Hut ziehen vor so viel Hartnäckigkeit.“ Nicht auszuschließen, so der Professor, dass sie auch 2021 einen neuen Versuch starten wird.

(JPL/Foto: bearbeitet; von WDKrauseEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link