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73 Jahre nach Kriegsende: Sachsen soll nächstes Jahr endlich entnazifiziert werden

Viele Beobachter meinen mit Blick auf die derzeitige Debatte um die Sitzbezüge dieses Polizeipanzers, die Entanzifizierung Sachsens wäre höchste Zeit.


Dresden (EZ) | „Es hat ein bisschen gedauert, aber nun fangen wir auch dort an“: Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges teilten die vier Siegermächte mit, ab 2018 auch Sachsen zu entnazifizieren.

Nur zufällig fällt diese Bekanntgabe zusammen mit der Diskussion um die Sitzbezüge des neuen Polizeipanzers Survivor R, den die Polizei in Sachsen sich jüngst zulegte. Ein Sprecher der Alliierten sagte, das sei zwar gerade ein ganz passender Zeitpunkt, aber tatsächlich sei die Entnazifizierung Sachsens schon länger für Anfang 2018 geplant.

Nun beginnen hunderte Mitarbeiter Frankreichs, Großbritanniens, Russlands und der USA damit, nationalsozialistische Strukturen in Sachsen aufzuspüren und zu zerschlagen. „Da wartet ein Haufen Arbeit auf uns, das wird nicht leicht“, sagt eine Engländerin, die zusammen mit 30 Kollegen die wohl undankbarste Aufgabe hat: sie fängt direkt im sächsischen Innenministerium an. „Aber es hätte schlimmer kommen können. Die Jungs und Mädels, die sich der Landespolizei annehmen müssen, beneide ich nicht.“



Die im Juli 1945 begonnene Entnazifierung Deutschlands soll danach wieder von vorn beginnen.

(JPL/Foto: By Rheinmetall Defence – http://www.rheinmetall-defence.com, CC BY-SA 4.0, Link)

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