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„Sachsen-Weimar-Eisenach“-Koalition: Union, Grüne und FDP einigen sich auf Alternative zu Jamaika

21. November 2017 ·

Berlin (EZ) | 21. November 2017 | Jamaika ist Geschichte, aber Bundespräsident Steinmeier hat die Hoffnung auf ein schwarz-gelb-grünes Bündnis noch nicht aufgegeben. Er präsentierte den Parteien eine Flagge, die ebenfalls die Farben der Koalitionäre trägt. 

„Ich habe die ganze Nacht gegooglet“, sagte das Staatsoberhaupt stolz heute Morgen. „Schließlich fand ich dann die hübsche Flagge des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, die ebenfalls schwarz-gelb-grün ist.“ Damit dürfte der Union, den Grünen und der FDP nichts mehr im Wege stehen.

Neuwahlen will Frank-Walter Steinmeier um jeden Preis vermeiden. „Ich wiederhole, was ich seit dem Wochenende immer wieder sage: Der Wähler hat bei der Wahl im September gesprochen, daran müssen sich die Parteien halten. Punkt.“

„Wenn ‚Jamaika‘ nicht klappte, haben die Verhandler bei ‚Sachsen-Weimar-Eisenach‘ ja vielleicht mehr Glück“, so Steinmeier.

Die angesprochenen Parteien zeigten sich sofort gesprächsbereit. Aus CDU und CSU heißt es, dass sie sich schon immer am Namen Jamaika störten. „Das klingt nach laissez-faire, nach zu viel Gemütlichkeit“, sagt Horst Seehofer. „Sachsen-Weimar-Eisenach dagegen klingt nach Ordnung, nach Fleiß und Pflichtbewusstsein.“ Ihm gefalle das.

Die Parteien werden sich noch diese Woche zusammensetzen und sondieren, wie eine „Sachsen-Weimar-Eisenach“-Koalition aussehen könnte.

(JPL)


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