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Polizisten fordern Kennzeichnungspflicht für Kriminelle


München (EZ) | 14. November 2017 | Nachdem eine offizielle Kennzeichnungspflicht für die Polizei gefordert wurde, verlangen Polizisten nun eine solche für Verbrecher und Kriminelle. Dies würde die Arbeit der Beamten erheblich vereinfachen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rät, Beamte im Einsatz mit Nummern zu versehen, damit sie identifizierbar sind. So will man ungesühnte Polizeigewalt reduzieren.



Doch nun folgte ein Antrag der Polizei in München. Diese fordert eine Kennzeichnungspflicht für Verbrecher. Ein Sprecher bestätigt, dass man sich bereits seit Jahren wünsche, Kriminelle früher ergreifen zu können. „Wir erkennen ja nicht auf Anhieb, ob es sich bei einem Menschen um einen Sexualstraftäter, einen Dieb, einen Drogendealer, einen Mörder oder einfach nur um einen unbescholtenen Bürger handelt. Es wäre viel einfacher für uns, wenn wir sowas im Vorfeld anhand eines Namens mit entsprechender Biografie erkennen können.“

Es ärgere viele Polizisten maßlos, dass sie oft erst nach dem Verbrechen gerufen würden und nicht selten eine tage- oder wochenlange Fahndung beginne. „Wieviele Verbrechen hätten wir verhindern können, wenn die Täter bereits im Vorfeld entsprechend gekennzeichnet gewesen wären?“, so der Sprecher weiter.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte soll den Antrag nun prüfen und zu einem Urteil kommen. „Wir sind aber guter Dinge“, so die Einschätzung der Polizei. „Denn machen wir uns nichts vor: Die Idee ist großartig!“

(JPL/Foto: MaikMeid [CC BY-SA 3.0])

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