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Wahlzettel vertauscht: Österreicher wählen versehentlich neuen niedersächsischen Landtag

16. Oktober 2017 ·

Sebastian Kurz (links) und Stephan Weil können eigenen Aussagen zufolge sehr gut mit dem Ausgang der Wahl leben.
Sebastian Kurz (links) und Stephan Weil können eigenen Aussagen zufolge sehr gut mit dem Ausgang der Wahl leben.

Hannover/ Wien (EZ) | 16. Oktober 2017 | Weil aus noch völlig ungeklärter Ursache die Wahlzettel vertauscht wurden, haben die Österreicher nun einen neuen Landtag in Niedersachen gewählt. Gleichzeitig hat das deutsche Bundesland über den neuen Bundeskanzler Österreichs entschieden.

Einigen Wählern kam es bereits etwas merkwürdig vor, als sie die Wahlkabine betraten und fremde Namen sowie unbekannte Parteien auf dem Wahlzettel vorwanden. Ein älterer Österreicher erzählt: „Ich suchte die ganze Zeit die SPÖ, stattdessen las ich nur SPD. Ich dachte, das sei ein Schreibfehler, deshalb machte ich mein Kreuz und gab den Zettel ab.“

Ähnlich lief es in Niedersachen ab. Eine Frau aus Hannover hat ihr Kreuz hinter Sebastian Kurz gemacht. „Der Name klang jung und frisch und ich wollte ein Zeichen setzen. Die bekannten Altpolitiker wie Weil oder Althusmann kann doch keiner mehr Ernst nehmen.“

Der Ausgang der Wahlen ist bekannt. Die ÖVP mit Kanzlerkandidat Kurz gewann in Österreich, die SPD konnte bei der Landtagswahl in Niedersachen den Sieg einfahren. Erst heute Vormittag kam dann heraus: Es haben die falschen abgestimmt. „Wir haben absolut keine Ahnung, wie das passieren konnte“, heißt es von offizieller Seite. „Es gab auch erstaunlich wenig Beschwerden oder Nachfragen.“ Das belege, dass die Menschen kaum noch darüber nachdenken, wo sie eigentlich ihr Kreuz machen sollten.

Ob es Neuwahlen geben wird, ist noch unklar. „Alle Seiten können mit den Ergebnisse eigentlich ganz gut leben“, so Ministerpräsident Stephan Weil, der zu den großen Siegern des gestrigen Tages zählt. „Dann danke ich eben den Österreichern statt meinen Landsleuten für das grandiose Abschneiden der SPD.“

Auch Sebastian Kurz teilte in einer ersten Stellungnahme mit, dass er keinen Grund sehe, die Wahl wiederholen zu lassen. Im Gegenteil: „Die Deutschen haben in ihrer Geschichte schon mehrfach bewiesen, dass sie ein Händchen dafür haben, wer geeignet ist, ein Land gut zu regieren.“

(BSCH/Fotos: links: By Bundesministerium für Europa, Integration und ÄußeresArbeitsbesuch Berlin, CC BY-SA 2.0, Link; rechts: By SPDNDSOwn work, CC BY-SA 4.0, Link)


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