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Horst Seehofer fühlt sich nach Einigung mit Angela Merkel “leer und nutzlos”

München/Berlin (EZ) | 10. Oktober 2017 | CSU-Chef Horst Seehofer ist mit Ende des zwei Jahre andauernden Streits über die Obergrenze in ein tiefes Loch gefallen. 

Seit September 2015 füllte Seehofer der Disput mit der Kanzlerin sein Leben gänzlich aus: die andauernde Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge forderte seine ganze Aufmerksamkeit. Seit Sonntagabend ist dieser Streit Geschichte und der bayrische Ministerpräsident ist von einer ungewohnten Schwermut befallen.

Insider berichten, dass Seehofer schon am Abend nach dem entscheidenden Gespräch mit de Bundeskanzlerin von Sorge über seine Zukunft geplagt wurde. Die Nacht verbrachte er zwar noch relativ ruhig und in gewohnter Routine. Doch schon der nächste Morgen zeigte, wie es jetzt um ihn steht.

Seehofer sah keinen Sinn darin, aufzustehen und das Bett zu verlassen. Zu lange war er mit der Obergrenze beschäftigt, als dass ihm ein Tag ohne Diskussion darüber wert erschien, das Bett zu verlassen. Mitarbeiter hatten Mühe, ihn zum Weitermachen zu bewegen. Auch sah Seehofer nicht die Notwendigkeit, sich für den Tag zurecht zu machen. Ein Zeuge vernahm, wie Seehofer leise und mit erstickter Stimme einer Assistentin zuraunte: “Zähneputzen? Wofür?”

Nun macht sich sein Umfeld große Sorgen um ihn. “Er braucht dringend eine neue Aufgabe, die ihn ebenso ausfüllt wie das dämliche Thema Obergrenze”, sagt einer seiner Mitarbeiter. “Und da sehe ich ehrlich gesagt gerade nichts, das eine ähnliche Bedeutung hätte.”

(JPL/Foto: By FreudOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)

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