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„Ein Spitzenverein wie wir braucht keinen Trainer“: Bayern verzichtet auf Ancelotti-Nachfolger

München (EZ) | 29. September 2017 | Nachdem sich der FC Bayern gestern von Trainer Carlo Ancelotti getrennt hat, gab der Verein heute bekannt, auf einen Nachfolger verzichten zu wollen. Karl-Heinz Rummenigge sagte, ein Spitzenverein wie Bayern brauche keinen Trainer, um erfolgreich zu sein.

Von nun an ohne Trainer: Bayern-Boss Rummenigge (rechts) verzichtet auf einen Nachfolger für Ancelotti. Von nun an ohne Trainer: Bayern-Boss Rummenigge (rechts) verzichtet auf einen Nachfolger für Ancelotti.

„Der Verein wurde nun seit der Gründung vor über 117 Jahren permanent trainiert. Wir sind der festen Überzeugung, dass man dem FC Bayern nichts mehr beibringen kann,“ so Rummenigge heute Vormittag gegenüber Pressevertretern. „Im Gegenteil, Carlo Ancelotti hat bewiesen, dass ein Trainer die herausragenden Fähigkeiten der Mannschaft auch wieder umkehren und verschlechtern kann.“

Aus diesem Grunde habe sich der Vorstand in Absprache mit den Spielern darauf geeinigt, zukünftig auf einen Trainer zu verzichten. „Im Ernst, wer Weltklasse ist, braucht doch keinen Coach. Erschreckend, dass wir nicht schon vor zehn Jahren zu dieser simplen Erkenntnis kamen“, so Rummenigge selbstkritisch.

Er sei der festen Überzeugung, dass sein Verein in der vergangenen Saison nicht bloß Deutscher Meister geworden wäre, sondern ohne Ancelotti oder einen anderen Trainer sogar die Champions League und den DFB Pokal gewonnen hätte. „Und davor das Jahr auch. Und davor das Jahr auch. Und davor das Jahr auch“, so Rummenigge, der abschließend noch zu der ernüchternden Feststellung kam, wie viele Millionen Euro der Verein in den vergangenen Jahren zum Fenster hinausgeworfen habe.

(BSCH/Foto: Harald BischoffOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)

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