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Nach TV-Duell: UNO schickt richtige Journalisten nach Deutschland, um ordnungsgemäße Wahl zu gewährleisten

4. September 2017 ·

New York (EZ) | 4. September 2017 | In einer Dringlichkeitssitzung nach dem gestrigen TV-Duell haben die Vereinten Nationen beschlossen, eine schnelle journalistische Eingreiftruppe nach Deutschland zu entsenden. Es seien rasche Maßnahmen nötig, um die ordnungsgemäße Durchführung der Bundestagswahl zu garantieren.

Mehrere Staaten haben nach Sichtung des sogenannten TV-Duells, in dem sich Kanzlerin Angela Merkel und Ihr Kontrahent Martin Schulz gestern in gleich vier Sendern gegenüberstanden, eine Sondersitzung der UNO einberufen. „Mir war nicht klar, in welchem Zustand sich der Journalismus in der größten Demokratie der EU befindet“, sagt ein sichtlich schockierter UN-Generalsekretär António Guterres. „Unter diesen Umständen ist ein schnelles Eingreifen der Internationalen Gemeinschaft dringend notwendig.“ Das Bild, das die vier Moderatoren abgaben, habe ihn „betroffen gemacht“, so Guterres. „Unter diesen Umständen sind Mindeststandards, was die politische Berichterstattung angeht, nicht erfüllt.“

Deswegen werden nun 200 richtige Journalisten nach Deutschland entsendet. Sie sollen in den verbleibenden knapp drei Wochen bis zur Bundestagswahl den Kandidaten die Fragen stellen, die notwendig seien, um die Meinungsbildung der Wahlberechtigten voranzutreiben.

Die Sondersitzung verurteilte aufs Schärfste, dass die Moderatoren Maybritt Illner, Peter Kloeppel, Claus Strunz und Sandra Maischberger in den 97 Minuten des Duells nicht in der Lage waren, Fragen zu stellen, die die Regierungspläne von Merkel und Schulz offenbaren. Besonders stößt auf, dass die Gelegenheit versäumt wurde, die Amtsinhaberin an ihren Versprechen der letzten Wahl im Jahr 2013 zu messen. „Das wäre internationaler Standard gewesen“, so Guterres.

Auf der anderen Seite haben die Moderatoren völlig darauf verzichtet, Schulz auf seine Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments anzusprechen und ihn mit seiner Kungelei mit dem Kommissionspräsidenten zu konfrontieren. „Spätestens, als Schulz Merkel vorgeworfen hatte, sich in der Flüchtlingskrise 2015 nicht ausreichend mit den anderen EU-Staaten abgesprochen zu haben, hätte ein richtiger Journalist Schulz fragen müssen, wie denn sein Amstverständnis als EU-Parlamentspräsident aussah. Wie oft er damals mit Jean-Claude Juncker Entscheidungen am Parlament und an den Mitgliedsstaaten vorbei durchgesetzt hat, wäre eine gute Frage gewesen.“

Zudem hätten die Moderatoren die für viele Menschen sehr wichtigen Sachverhalte Bildung, Umwelt, Infrastruktur, Digitaliserung, Gerechtigkeit und Arbeitsmarkt wenn überhaupt nur marginal angesprochen.

Die Eingreiftruppe wird noch heute in Deutschland eintreffen und die größten und wichtigsten Redaktionen übernehmen. „Wir hoffen, dass sie es schaffen, in den wenigen Tagen bis zur Wahl die Menschen über diese wichtigen Politikfelder zu informieren. Damit die Deutschen überhaupt in die Lage versetzt werden, eine Wahl zu treffen.“

(JPL/Foto: By I, Aotearoa, CC BY-SA 3.0, Link)


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