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Fachkräftemangel: SPD sucht im Ausland nach geeignetem Kanzlerkandidaten

Berlin (EZ) | 1. September 2017 | Der allseits beklagte Fachkräftemangel macht sich seit Monaten und Jahren auch in der Politik bemerkbar. So ist die SPD derzeit - auf den letzten Metern vor der Bundestagswahl - aktiv dabei, im Ausland einen "einigermaßen brauchbaren" Spitzenkandidaten zu suchen.

Wird jetzt nicht gegengesteuert, droht Deutschland bis zum Jahr 2040 ein enormer Fachkräftemangel: Forscher gehen von bis zu 3,3 Millionen Stellen aus, die nicht mit ausreichend qualifiziertem Personal besetzt sein werden. Aber: dass das Problem schon heute gewaltig ist, merkt nicht zuletzt die SPD.

“Wir haben auf vielen Ebenen Schwierigkeiten, gutes Personal zu finden”, sagt Generalseketär Hubertus Heil. “Unser Generalsekretär ist eine Verlegenheitslösung, und nicht zuletzt sind wir noch immer auf der Suche nach einem Kanzlerkandidaten, der den Mindestanforderungen entspricht.”

Und die Zeit rennt, in kaum drei Wochen ist schon die Bundestagswahl. “Ja, es wird knapp. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf”, so Heil.

Die Partei hatte lange nach einem geeigneten Kandidaten gesucht. Anfang das Jahres schließlich hat man sich einen Ruck gegeben und einem Mann eine Chance gegeben, den man zuvor aus seinem gut dotierten und einigermaßen einflussreichen Job bei der EU herausholte. “Tja. Aber wie sich herausstellte, hätten wir doch lieber noch etwas ausführlicher suchen sollen. Unser Kandidat erfüllt nicht die Ansprüche, die man an einen möglichen Kanzler stellt.” Insidern zufolge soll er nicht einmal Abitur haben.

Nun sieht sich die SPD vor allem im europäischen Ausland um und hofft, in den nächsten Tagen jemanden präsentieren zu können, mit dem die Sozialdemokraten einen ernsthaften Wahlkampf führen können. “Der Preis spielt keine Rolle”, so Heil. “Interessierte mögen sich einfach unter parteivorstand@spd.de melden.”

(JPL/Foto: CC BY-SA 3.0, Link)

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