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Zu erfolgreich: HSV entlässt Trainer Gisdol

Hamburg (EZ) | 28. August 2017 | Zwei Siege, keine Niederlage, Platz 3 in der Tabelle - das war dann doch zu viel für den HSV. Wie soeben bekannt wurde, hat sich der Bundesligist mit sofortiger Wirkung von Trainer Markus Gisdol getrennt. Gesucht wird nun jemand, der an die konstante Leistung der vergangenen drei Jahre anknöpft und den HSV weit genug von den Europarängen führt.

Bereitet derzeit jedem HSV-Fan große Sorge: Die aktuelle Bundesligatabelle nach dem zweiten Spieltag. Bereitet derzeit jedem HSV-Fan große Sorge: Die aktuelle Bundesligatabelle nach dem zweiten Spieltag.

“Nach diesem absolut unerwarteten und enttäuschenden Saisonstart mussten wie reagieren”, so Heribert Buchhagen, Vorstandsvorsitzender des HSV, drei Tage nach dem 3:1 Sieg gegen den 1. FC Köln. “Wir waren es über Jahre hinweg gewohnt, ganz unten mitzuspielen, unsere Fans Woche für Woche zu trösten und uns für die Leistung der Spieler regelmäßig zu entschuldigen. Und plötzlich stehen wir auf Platz 3 hinter Bayern und werden gefeiert. Sie werden verstehen, dass niemand – weder die Spieler noch die Zuschauer – mit dieser plötzlichen Erfolgswelle zurecht kommt.”

Aus diesem Grunde hat man sich nach kurzer Bedenkzeit und in einvernehmlichem Einverständnis von Trainer Markus Gisdol getrennt. “Markus hat es sofort verstanden. Er wäre spätestens beim nächsten Sieg auch freiwillig zurückgetreten”, so Buchhagen weiter.

Auch die Spieler reagierten wenig überrascht auf die Entlassung. Andre Hahn, Torschütze zur Hamburger 1:0 Führung, sagte: “Nach dem zweiten Sieg in Folge herrschte natürlich große Unsicherheit in der Kabine. Niemand sagte etwas. Es war ein ganz neues Gefühl. Unangenehm. Da war uns klar: Es muss etwas passieren.”

Ein Nachfolger wurde bisher noch nicht gefunden, doch aus der Führungsspitze heißt es bereits, dass gezielt nach einem möglichst unerfahrenen Trainer gesucht werde, der dem Hamburger Anspruch “Relegation statt Europa-League”, gerecht wird. Auch Ex-Werder Trainer Vikor Skripnic sei im Gespräch.

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