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Kritik wird laut: Warum pumpt die Bundesregierung 150 Mio Euro in Air Berlin anstatt Dembélé beim BVB zu halten?

16. August 2017 ·

Berlin/Dortmund (EZ) | 16. August 2017 | Aufruhr in Fußballdeutschland: Für die Rettung der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin ist offenbar Geld da – aber für den Verbleib von Stürmer Ousmane Dembélé bei Borussia Dortmund macht die Bundesregierung keine Millionen Euro locker. Diese Willkür verstehen immer weniger Menschen. 

„Seit Wochen sorgen wir uns, dass Ousmane das Revier verlässt“, poltert Jonas Rühe (29), seit 29 Jahren glühender Fan des BVB. „Jetzt geht er wohl nach Barcelona. Toll.“ Fassungslos stehen er und viele Hundert andere Anhänger vor dem Stadion in Dortmund und machen ihren Ärger auf die Bundesregierung Luft. „Ist so eine abgehalfterte Airline denn wichtiger als die Borussia?“

Medienberichten zufolge wird Dembélé für 100 Millionen Euro an den FC Barcelona verkauft, dazu kommen noch zusätzliche Zahlungen in kolportierter Höhe von 30 Millionen Euro. „Und gestern hören wir dann, dass die Merkel mal eben so 150 Millionen in eine Pleitefirma steckt – das ist doch komplett verrückt!“, brüllt Heinz Grubinsky. Die Anwesenden in der Fan-Kneipe nicken ihm zustimmend zu. Wo man auch hinhört: Unverständnis und Wut auf die Bundesregierung im fernen Berlin.

„Mit der Kohle hätte man ihn hier behalten können“, weint Susi Lohse. „Das versteht doch kein Mensch, warum die Air Berlin künstlich am Leben erhalten und den BVB untergehen lassen. Einfach so.“

Nachfragen beim Wirtschaftsministerium bleiben unbeantwortet, auch das Kanzleramt will sich nicht zu den Vorwürfen äußern – offenbar ist man sich der Brisanz bewusst.

(JPL/Foto: von Reto StaufferEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link)


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