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IS weigert sich partout, sich zum vereitelten Anschlagsversuch in Brüssel zu bekennen

21. Juni 2017 ·

Brüssel/Rakka (EZ) | 21. Juni 2017 | Es sollte ein verheerender Anschlag werden, stattdessen kam lediglich der Attentäter zu Schaden und es gibt leichte Brandspuren: Deshalb weigert sich der IS nun, den verhinderten Teroranschlag gestern Abend in Brüssel für sich zu reklamieren.

Auf Nachfrage heißt es von Seiten der IS-Agentur Amaq, die Terrororganisation Islamischer Staat wolle nicht mit dem vereitelten Attentat in Verbindung gebracht werden. “Da hat ja gar nichts geklappt”, sagt eine anonyme Quelle. “Unsere Kämpfer sind hingegen immer tipptopp vorbereitet und machen keine Anfängerfehler wie der Typ gestern.”

Besonders schwer wiegt offenbar, dass zum Zeitpunkt des geplanten Anschlags kaum Menschen in dem Bahnhof im Brüsseler Zentrum waren. “Ich bitte Sie: Hallo? Der Mann schafft es, sich so eine Bombe zu basteln und umzuschnallen, unbehelligt in den Bahnhof zu kommen und dann vertut er sich so dermaßen in der Zeit?”

Experten gehen allerdings davon aus, dass der Terrorist entgegen der Beteuerungen doch zum IS gehörte und in derem Auftrag handelte. “Es spricht eigentlich alles dafür”, so der Terrorexperte Heinrich Münde, der sich fast alle Sondermedungen zu den letzten Terroranschlägen in Europa angesehen hat und auch sonst gerne Nachrichten konsumiert. “Ich denke, der Mann gestern war einfach nicht gut genug vorbereitet. Aber zum IS gehörte er, ganz sicher.”

Der IS widerspricht vehement. Sie distanzieren sich auch von dem Anschlag tags zuvor in Paris, bei dem auch nur der Attentäter selbst getötet wurde und seine Pläne nicht annähernd durchführen konnte.

Kritiker bemängeln nun die Führungsqualitäten der Terrormiliz. “Angehörige von IS-Kämpfern haben Anrecht auf eine Rente und Versorgungsleistungen, wenn der IS-Angehörige getötet wird”, sagt Münde. “Die Witwe und die Kinder gehen nun leer aus.”

(JPL)


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