„Steuerentlastungen für alle SPD-Wähler“ – Martin Schulz mit neuer Strategie auf Stimmenfang

20. Juni 2017 ·

Freut sich über sein großartiges Steuerkonzept: Martin Schulz.
Freut sich über sein großartiges Steuerkonzept: Martin Schulz.

Berlin (EZ) | 20. Juni 2017 | Gestern stellte Martin Schulz das neue Steuerkonzept der SPD vor. Mit dem Versprechen, dass ausschließlich die Menschen eine ordentliche Steuerentlastung erhalten werden, die am 24. September seine Partei wählen, versucht sich der Kanzlerkandidat an einer raffinierten neuen Strategie, um die Bundestagswahl deutlich zu gewinnen.

„Ich möchte nicht nur Bundeskanzler werden, sondern ich möchte auch, dass die SPD die absolute Mehrheit erreicht und zukünftig alleine regiert“, so Schulz gestern Vormittag während der Präsentation des neuen Steuerkonzepts im Willy-Brandt-Haus vor Pressevertetern. „Jeder, der am 24. September die SPD wählt, erhält saftige Steuerentlastungen in so gut wie jedem Bereich.“



Schulz betonte, dass dies jedoch nur und ausschließlich SPD-Wähler betreffe, die ihre Erst- und Zweitstimme seiner Partei gäben. „Wer eine andere Partei wählt, wird von den Steuerentlastungen nichts abbekommen. Im Gegenteil, wer die CDU oder die AFD wählt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach zukünftig sogar noch mehr zahlen müssen“, warnt der 61-Jährige.

Auf Nachfrage eines Journalisten, wie genau man prüfen wolle, welcher Bürger welche Partei gewählt hat, antwortete Schulz, dass man dafür das Wahlgeheimnis abschaffen werde. „Ein Stimmzettel ist dann nur noch gültig, wenn neben dem Kreuz für die Partei auch der vollständige Name, die Anschrift sowie die Sozialversicherungsnummer angegeben wird.“

Anschließend soll ein Gremium aus SPD-Mitarbeitern die Wahlzettel auswerten und jeden SPD-Wähler als „steuerentlastet“ in den Computer eintragen.



Die CDU kritisierte das Steuerkonzept unterdessen als „ekelhaft, aber genial“.

(JME/Foto: SPÖ Presse und KommunikationPolitischer Aschermittwoch der Bayern SPD, CC BY-SA 2.0, Link)

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