„Wer mich wählt, schickt mich direkt in den Ruhestand!“ – Martin Schulz (61) will Rente ab 61 verpflichtend machen

13. Juni 2017 ·

Berlin (EZ) | 13. Juni 2017 | Mit dem Versprechen einer Rentenreform, die allen zugute kommen wird, geht SPD-Kandidat Martin Schulz in die Offensive. Der 61-Jährige verspricht, dass im Falle seines Wahlsieges jeder mit 61 sofort in die Rente geschickt wird, und zwar ohne Ausnahme. Er werde der Erste sein.

Vorige Woche stellten die Sozialdemokraten ihr Rentenkonzept vor, mit dem die Partei noch einmal das Ruder herumreißen möchte und aus dem Umfragetief herauskommen will. Heute ergänzte Kanzlerkandidat Martin Schulz das Konzept um ein zentrales Versprechen: die Zwangsrente ab 61 Jahren. Der zweite Kernpunkt ist die Zusage des Kanzlerkandidaten, dass er als erstes von dieser Regelung betroffen sein wird.



„Wer mich wählt, schickt mich direkt in die Rente!“, so Schulz, der im Dezember seinen 62. Geburtstag feiern wird und sich auf seinen Lebensabend freut. „Wer mich wählt, wird mich nicht lange im Kanzleramt sehen!“, fügte er kämpferisch und gut gelaunt unter dem Jubel hunderter SPD-Anhänger im Willy-Brandt-Haus hinzu.

Die Idee geht dem Vernehmen nach auf den neuen Generalsekretär Hubertus Heil zurück. Ein Insider berichtet, Heil kam nach Analyse der Lage zu dem Schluss, dass zwei Dinge den Wähler in Deutschland besonders bewegen: „Zum einen wollen die Deutschen möglichst frühzeitig in Rente gehen, zum anderen will so gut wie keiner Martin im Kanzleramt sehen.“ Mit der angestrebten Reform könne die Partei also nichts falsch machen.

Kritik kommt naturgemäß aus der Union. Kanzleramtschef und CDU-Wahlkampfleiter Peter Altmaier sagte, die Pläne der Genossen wären nicht zu finanzieren. „Sollte die SPD gewinnen, darf sich der Wähler auf saftige Steuererhöhungen und Sozialversicherungsbeiträge freuen“, warnt er. Das ist den Deutschen aber egal: Wie eine Umfrage ergab, würden 61% der Befragten sogar Geld spenden, um Schulz die Frühverrentung zu ermöglichen.



(JME/Foto: SPÖ Presse und KommunikationPolitischer Aschermittwoch der Bayern SPD, CC BY-SA 2.0, Link)

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