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Angestellter öffnet wie verrückt Mail-Anhänge, um endlich WannaCry auf seinem Firmen-PC zu installieren

15. Mai 2017 ·

Dieses Fenster wünschen sich heute zahllose Angestellte mit langweiligen Jobs auch auf ihren Bildschirmen.
Dieses Fenster wünschen sich heute zahllose Angestellte mit langweiligen Jobs auch auf ihren Bildschirmen.

Darmstadt (EZ) | 15. Mai 2017 | Thomas F., der einen langweiligen Job als Büroangestellter in einem mittelständischen Unternehmen in Hessen hat, verbringt den heutigen Montag damit, alle Links und sämtliche angehängte Dateien in seinen E-Mails zu öffnen. Seine Hoffnung ist, dass auch sein PC von dem Erpressungstrojaner WannaCry infiziert wird. 

F., ein 34-jähriger kaufmännischer Angestellter, hat am Wochenende natürlich die Nachrichten verfolgt und war voller Hoffnung, dass er heute nicht zum Arbeiten kommen wird, weil auch seine Firma von dem Trojaner befallen ist. „Leider war dem nicht so“, so F. enttäuscht, „alles läuft wie immer. Kein Fenster, in dem steht, dass die Daten verschlüsselt wurden. Also alles wie immer. Hm.“

Also sitzt er seit kurz vor acht Uhr in seinem Büro und geht alle E-Mails der letzten Woche durch, auch und vor allem die im Spam-Ordner, und klickt alle Links an und öffnet alle Zip-Ordner, PDFs, JPEGs und Word-Dokumente, die sich in den Anhängen befinden. „Aber bislang ist noch nichts passiert.“

Wann immer er die Zeit dafür hat, verteilt er seine berufliche und privaten E-Mailadressen auf dubiosen Seite im Netz, in der Hoffnung, dass er dadurch neue Spam-Mails erhält. „Es kommen auch einige rein, aber so richtig effektiv war davon noch keine.“

Mittlerweile ist F. kurz vorm Aufgeben und überlegt sogar, nach einer Kaffeepause einfach die normale Arbeit aufzunehmen und sich mit seiner aussichtslosen Lage abzufinden.

(JPL)


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