Unter Terrorverdacht stehender Soldat soll Ausbildung im gezielten Töten haben

28. April 2017 ·

Offenbach/Berlin (EZ) | 28. April 2017 | Ein Oberleutnant der Bundeswehr steht im Verdacht, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben. Laut Sicherheitsbehörden soll der Soldat sogar in einem Camp zum Töten ausgebildet worden sein. 

Der Bundeswehrangehörige wurde Anfang Februar am Fughafen Wien verhaftet, als er eine zuvor dort versteckte Pistole abholen wollte. Nun wird gegen den Deutschen wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat ermittelt.



Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat mittlerweile Erkenntnisse, dass der 28-Jährige schon vor Jahren gezielt zum Töten von Menschen ausgebildet wurde. „Er hielt sich oft und lange in einem Ausbildungslager auf, wo er gemeinsam mit vielen anderen Gesinnungsgenossen den Umgang mit verschiedensten Waffen erlernte“, sagt ein Sprecher. „Dabei erwarb er Kenntnisse und Fertigkeiten, die eigentlich nur einen Schluss zulassen: Er sollte Menschen ums Leben bringen.“

Über Jahre hinweg trainierten der Festgenomme und seine Kameraden dabei das gezielte Liquidieren von Menschen in den unterschiedlichsten Begebenheiten: „Im Straßen- und Häuserkampf, auf offenem Gelände, im Wald – da wurde ein wahres Killerkommando herangezüchtet“, so die Staatsanwaltschaft. „Dabei trugen sie absurd wirkende, grünlich-braune Kleidung – wohl, um eine Art Gemeinschaftsgefühl aufzubauen.“ Nicht zuletzt wurde auch immer und immer wieder der Umgang mit schwerem Geschütz geübt. „Wir gehen davon aus, dass der Verdächtige auch mit Panzern umgehen kann, zumindest hat er Grundkenntnisse.“

Geradezu penibel wurde Tag für Tag ein strenger Zeitplan eingehalten. „Sie lebten zusammen in Gemeinschaftshäusern, sie standen früh auf, sie aßen zusammen, sie verbrachten ihre Freizeit gemeinsam.“ Nur gelegentlich konnten die Killer nach Hause und ihre Familien besuchen. „Einige von ihnen waren sogar mehrmals in Krisenregionen wie Afghanistan und Mali – wir untersuchen noch, was sie dort genau machten.“ Nicht ausgeschlossen, so der Sprecher, dass sie in diesen Ländern zusammen mit anderen Kämpfern aus Frankreich, Großbritannien oder den USA unterwegs waren und ihrer Mordlust nachgingen. Dabei war die Gruppe straff organisiert und zeigt Züge einer autoriär geführten, tyrannischen Gewaltherrschaft.



Der jetzt Verhaftete war zuletzt auch in Frankreich und traf dort auf Gleichgesinnte. „Mit ihnen reiste er in einer Art Tötungskommando durch die Welt“, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

(BSCH/Foto: By U.S. Army photo by Spc. William Marlow – https://www.dvidshub.net/image/3244791/allied-spirit-vi, Public Domain, Link)

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