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„Spielabsage erst ab drei getöten Spielern“: UEFA erlässt neue Regel

13. April 2017 ·

Ein Fußball. (Symbolbild)
Ein Fußball. (Symbolbild)

Nyon/Dortmund (EZ) | 13. April 2017 | Die UEFA präzisierte nach der Kritik an der schnellen Neuansetzung der Partie Dortmund gegen Monaco ihre Regularien: Bei Attentaten gegen Fußballvereine sollen ab drei getöteten Spielern künftig mindestens zwei Wochen liegen bis zum Nachholspiel.

Nicht zuletzt die betroffenen Spieler und Trainer des BVB reagierten mit Unverständnis auf die Entscheidung, die Champions-League-Begegnung gegen den AS Monaco auf den Tag direkt nach dem Anschlag auf die Dortmunder zu legen. Auch in der Öffentlichkeit wird dieser Umstand als unangemessen angesehen.

Deshalb sah sich die UEFA genötigt, für die Zukunft eine verbindliche Regelung auszuarbeiten, die Unstimmigkeiten ein für allemal verhindern soll. Nun heißt es in dem Regelwerk des europäischen Fußballverbandes:

Sollte eine der beteiligten Mannschaften Ziel eines gewaltsamen Attentates werden, so wird die Partie für diesen Tag abgesagt. Werden Spieler dabei leicht bis schwer verletzt oder bis zu zwei getötet, wird die Partie am darauffolgenden Tag nachgeholt. Sollten mindestens drei Spieler unmittelbar bei dem Attentat getötet werden, müssen bis zum Nachholtermin mindestens 14 Tage liegen.

Und weiter:

„Spieler“ im Sinne dieser Regelung sind Angestellte der Lizenzabteilung, die zum zuvor ernannten Kader der Partie zählen. Bei Anschlägen in Mitleidenschaft gezogene Amateurspieler, die zwar zum Kader zählen, aber nicht regulär zum Profistamm gehören, sind von dieser Regelung ausgenommen.

Außerdem wird ersichtlich, dass Betreuer, Trainer und sonstige Angestellte des Vereins nicht mitgezählt werden.

In der Branche wird gutgeheißen, dass es nun endlich eine verbindliche Regelung gibt für solche Fälle.

(JPL/Foto: Von WelocEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link)


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