„WAGT. ES. NICHT!“ – Fußballfans warnen Satireseiten eindringlich vor Witzen über BVB-Anschlag

12. April 2017 ·

Dortmund (EZ) | 12. April 2017 | Nach dem Anschlag auf den BVB-Bus gestern Abend in Dortmund warnen Fußballfans davor, bescheuerte Witze über das Thema zu machen. Nun müssen zahlreiche Satiremagazine auf eine entsprechende Pointe verzichten.

Auch die Eine Zeitung arbeitete kurz nach Bekanntwerden des Anschlags fieberhaft an Pointen. Doch die Redaktion hat die Rechnung ohne die Fußballfans gemacht. Noch vor dem ersten Witz standen die Telefone nicht mehr still.



„Wir wurden eindringlich davor gewarnt, irgendwas Lustiges zu schreiben“, so ein Redakteur, dessen Namen dieser Zeitung nicht bekannt ist. „Man erklärte uns, dass man darüber keine Scherze machen dürfe.“ Bei des Deutschen liebsten Kindes sei die Grenze der Satire erreicht, so der Tenor vieler Zuschriften.

Bedauerlich, denn laut Redaktion standen bereits einige potenzielle Artikel zu dem Thema fest. „Wir wollten etwas über einen Schalke-Fan bringen, der sich weigert, sein Profilbild bei Facebook in „Je suis BVB“ zu ändern“, so ein Chefredakteur, dessen Name bekannt, aber für diesen Artikel irrelevant ist. „Verstehen Sie? Haha, ist doch eigentlich sehr lustig, oder nicht? Hehe. Hm. Okay.“

Doch es gab noch weitere Pointen, auf die man nun verzichten müsse, darunter „Unglaubliches Verletzungspech beim BVB: Jetzt fällt auch noch Marc Bartra aus“, „Jetzt haben sie es übertrieben: Aubameyang steigt mit neuer Antiterror-Rüstung von Nike aus Teambus“ oder „Profifußballergewerkschaft macht sich für Gefahrenzulage stark“.



Ein EZ-Praktikant soll sogar vorgeschlagen haben, dass der Anschlag Aubameyang galt, ausgeführt von Puma. „Aber das hätte nun schlichtweg niemand lustig gefunden. Am allerwenigsten Dortmundfans.“

(BSCH/Foto Manuela Ihnle & Thomas Rodenbücher (xtranews) – Manuela Ihnle & Thomas Rodenbücher (xtranews), CC BY-SA 3.0, Link)

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