„So, jetzt könnt Ihr kommen!“ – Mark Rutte lädt türkische Minister für Wahlauftritte ins Land ein

16. März 2017 ·

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat einen Tag nach seinem Wahlsieg spontan seine Türkei-Politik überdacht.
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat einen Tag nach seinem Wahlsieg spontan seine Türkei-Politik überdacht.

Den Haag (EZ) | 16. März 2017 | Nach der gestrigen Wahl in den Niederlanden hat Wahlsieger Mark Rutte heute überraschend die türkische Regierung für Wahlkampfauftritte in Holland eingeladen. „Sie können nun kommen und sprechen, wo sie wollen“, so der glückliche Ministerpräsident.

In den letzten Tagen vor diesem Mittwoch klang Rutte noch ganz anders. Mit harschen Worten und mit Hilfe der Polizei verhinderte seine Regierung mehrere geplante Auftritte türkischer Minister, die in den Niederlanden für die Verfassungsänderung werben wollten.

Der Meinungsumschwung Ruttes überracht daher Freund und Feind. In einer perönlichen Mitteilung an Präsident Erdogan sagte er zu, dass jetzt jeder, der will, überall im Land auftreten dürfe. Die Behörden würden nunmehr keine Steine in den Weg legen und das recht auf freie Meinungsäußerung garantieren.



Abgesagte Veranstaltungen etwa in Den Haag und Rotterdam könnten nun „wann immer sie wollen“ nachgeholt werden. Dem Vernehmen nach hat die Türkei bereits 12 Auftritte in den kommenden Tagen zugesagt. Türkische Medien schreiben, dass Erdogan „die Nazis erfolgreich in die Knie gezwungen“ habe.

Experten vermuten, dass die Regierung Rutte Fehler in der Vergangenheit eingesehen habe und dass eine weitere Eskalation des Konflikts mit der Türkei nicht im Interesse des Landes sei.

(JPL/Foto: Rijksoverheid.nl – Rijksoverheid.nl, CC0, Link)



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