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„Nur wenn Türen eingebaut werden“ – Mexiko stellt Bedingungen für Kostenübernahme der Grenzmauer

27. Januar 2017 ·

Nähern sich an: Mexikos Präsident Nieto (links) und US-Präsident Donald Trump.
Nähern sich an: Mexikos Präsident Nieto (links) und US-Präsident Donald Trump.

Washington, D.C. (EZ) | 27. Januar 2017 | Zeichnet sich doch noch eine Einigung zwischen Mexiko und den USA ab? Wie heute bekannt wurde, ist der mexikanische Präsident Nieto bereit, die Kosten für die von Trump geplante Grenzmauer zu übernehmen – solange genug Türen eingebaut werden.

Es kündigte sich bereits ein waschechter Streit zwischen den Nachbarländern um die Finanzierung der Grenzmauer an. Doch nun ging Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto einen großen Schritt auf US-Präsident Donald Trump zu.

„Wir sind bereit, die Kosten zu übernehmen. Aber nur, wenn sich in Abständen von ein bis zwei Kilometern offene Türen in der Mauer befinden“, so Nieto heute Vormittag in einer Presseerklärung. „Wir denken, dass wir Herrn Trump damit sehr entgegen kommen.“

Tatsächlich reagierte Trump positiv auf das Angebot seines mexikanischen Kollegen. „Uns waren immer nur zwei Dinge wichtig. Erstens: Wir bauen eine Mauer zur mexikanischen Grenze. Und zweitens: Mexiko zahlt für diese Mauer. Alles andere ist mir persönlich egal.“

Dass nun Türen eingebaut werden sollen, kommt dem US-Präsidenten sogar sehr gelegen: „Wir hatten ja nie vor, Mexikaner aus unserem Land auszusperren. Jeder ist Willkommen.“ Zudem bräuchte man entsprechend weniger Baumaterial, „was die Kosten für Mexiko entsprechend verringern wird.“

Er freue sich, dass seine erste Amtshandlung damit ein erfolgreiches Ende nehmen werde, so Trump weiter. „Ich hoffe, nun sehen auch alle Skeptiker und Gegner endlich ein, dass ich ein guter Präsident sein werde!“

(JME/Fotos: Links: Von PresidenciaMX 2012-2018Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link; rechts: By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America – Donald Trump, CC BY-SA 2.0, Link)


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