„Mit Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht pass–„: CSU-Politiker bricht Statement zu Anis Amri mitten im Satz ab

5. Januar 2017 ·

Der Attentäter Anis Amri, der am 19. Dezember mit einem LKW in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste.
Der Attentäter Anis Amri, der am 19. Dezember mit einem LKW in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste.

Kloster Seeon (EZ) | 5. Januar 2016 | Was wollte er bloß sagen? Das wird wohl für immer das Geheimnis eines CSU-Politikers bleiben, der am Rande der CSU-Klausur die neusten Erkenntnisse zum Terroristen Anis Amri kommentieren wollte.



Der Mann aus dem Kreis Coburg, der aufgrund des starken Schneefalls nicht zu identifizieren war, stellte sich nur wenige Momente nach der Pressekonferenz des Generalbundesanwalts, auf der der Stand der Ermittlungen zum Anschlag in Berlin mitgeteilt wurde, vor die wartenden Kameras und sagte: „Mit Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht pass–„. Er brach einfach mitten im Satz ab und hinterließ fragende Gesichter. Anschließend verschwand er im Schneegestöber und wurde bis heute nicht wieder gesehen.

Nun rätseln viele Menschen, was er der Öffentlichkeit mitteilen wollte. „Also, auf der Pressekonferenz ging es ja unter anderem darum, dass der Attentäter Anis Amri durchaus im Fokus der Behörden stand“, denkt ein Reporter von n-tv laut. „Und dass auch Personen aus dessen Umfeld polizeibekannt waren. Also was wollte der CSU-Mann denn nun dahingehend sagen?“

Die Zeitung „Die Welt“ fragt heute in einem Kommentar, was denn die Vorratsdatenspeicherung mit diesem Fall zu tun haben könnte. „Und viel wichtiger: Ist das die offizielle Linie der CSU, die ja imerhin in Berlin mit am Regierungstisch sitzt?“ Leider, so die Zeitung, wollte sich von der Parteispitze niemand dazu äußern. „Nicht einmal Andreas Scheuer.“



Auch in den sozialen Netzwerken wird nun fleißig gemutmaßt, wie der Satz womöglich hätte beendet werden sollen. Aber sinnvolle Erklärungen gibt es bislang nicht.

(JPL/Foto: BKA)

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