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Vorher konnte man sich nie selbst betrachten – Der Spiegel wird 70

Den ersten Spiegel, den Rudolf Augstein vor genau 70 Jahren entworfen hat, kann man im Berliner Naturspiegelmuseum betrachten.


Berlin (EZ) | 4. Januar 2016 | Der beliebte Spiegel feiert heute seinen 70. Geburtstag. Am 4. Januar 1946 erfand Rudolf Augstein eine reflektierende Fläche, in der sich der Jungunternehmer plötzlich selbst betrachten konnte. Seitdem ist der Spiegel aus der Welt nicht mehr wegzudenken.

Ältere Menschen erinnern sich noch gut an die Zeit vor dem Spiegel. „Ich weiß noch, wie meine Mutter mich einmal schminkte und sagte, ich sehe aus wie ein Engel“, so die 82-jährige Margott Wehlers aus Gelsenkirchen. „Ich wollte mich dann selbst sehen, aber das ging einfach nicht, weil es den Spiegel noch nicht gab.“ Sie habe dann oft einen Topf oder einen Löffel nehmen müssen, um „wenigstens ein bisschen was zu erkennen“.



„Ein Leben ohne Spiegel ist heute absolut unvorstellbar, so Manuel Kiebig, Friseur aus München. „Nicht auszudenken, wie meine Kunden reagieren würden, wenn sie gar nicht sehen, wie schön ich ihre Haare style.“ Das wäre praktisch das Ende seines Berufstandes.

Tatsächlich gehört der Spiegel heute zum Alltag dazu wie die tägliche Tasse Kaffee, das Fahrrad, der Kugelschreiber oder die Zahnbürste.
Nächstes Jahr steht dann bereits das nächste Jubiläum bevor. Am 1. August 2018 feiert der Stern seinen 70. Geburtstag. Welcher genau, müssen Astronomen jedoch noch klären.

(BSCH/Foto: PiotrusOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)