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Einziger Mensch, der bei Yahoo seine richtigen Daten angegeben hat, ist nach Hack ernsthaft besorgt

Sunnyvale, Kalifornien (EZ) | 15. Dezember 2016 | Der Internetkonzern Yahoo wurde vor mehr als drei Jahren Opfer eines großen Datenklaus: die Daten von etwa einer Milliarde Nutzern wurden gehackt. Nun fürchtet der einzige Mensch, der jemals bei Yahoo korrekte Angaben gemacht hat, um seine Sicherheit.

Vor wenigen Jahren kannte jedes Kind Yahoo. Vor wenigen Jahren kannte jedes Kind Yahoo.

Um seine Identität zu schützen, verwenden wir hier einen falschen Namen: Michael Jackson aus dem US-Bundesstaat Illinois ist dem riesigen Datensatz zufolge der einzige, der seinen richtigen Namen, das korrekte Geburtsdatum und auch seine wahre Adresse angab, als er 2001 ein Konto bei Yahoo anlegte. “Ich habe mir eine E-Mail-Adresse zulegen wollen, dann habe ich kurz yahoot und da wurde mir angezeigt, dass es bei Yahoo auch so was gibt,” berichtet Jackson. “Dann habe ich alles korrekt ausgefüllt, was die halt so wissen wollten.” Ein Riesenfehler, wie sich nun herausstellt.

Denn dem Konzern zufolge wurde im Jahre 2013 in einer großangelegten und lange unentdeckt gebliebenen Aktion eine Milliarde Konten gehackt und die Daten geklaut. Schnell erwies sich dieser Schatz allerdings als komplett nutzlos, da so gut wie keine der Angaben der Wahrheit entsprechen.

“Tja, und ich bin nun also der Dumme, der damals scheinbar alles richtig gemacht hat”, sagt Jackson heute. Jetzt macht sich der 44-Jährige (Alter geändert) Sorgen um sich und seine Familie. “Den Fehler werde ich sicher nie wieder machen.”

Zwar hat er zuletzt 2004 in seinen Yahoo-Maeileingang geschaut und die Adresse kaum genutzt – aber die Gewissheit, dass “nun irgendei Hacker irgnedow auf der Welt meine Daten hat und die wahrscheinlch für viel Geld verkauft hat, macht mich wahnsinnig!” Nicht auszudenken, was sie damit anstellen können. “Ich habe mich schon einmal gewundert, dass ich – es muss 2007 oder 2008 gewesen sein – mal zu meinem Geburtstag eine kleine Grußkarte von einer mir völlig unbekannten Firma erhielt.” Seitdem ist zwar nichts passiert, dennoch: Die Angst bleibt.

Sauer ist er, dass Yahoo den Datenklau erst jetzt öffentlich machte. Nun bittet Jackson die Hacker von damals, ihm sein Passwort für das Konto zuzuschicken, damit er nachschauen kann, was seitdem auf seiner Mailadresse alles einging. “Und auch Adresse selber habe ich leider vergessen.”

(JPL/Foto: By Sebastian Bergmann – originally posted to Flickr as Yahoo!, CC BY-SA 2.0, Link)

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