Kubaner würden auch gerne die Kondolenztweets deutscher Linker lesen können

28. November 2016 ·

Können die Kubaner leider nicht sehen: Beileidsbekundungen auf Twitter und anderen Netzwerken.
Können die Kubaner leider nicht sehen: Beileidsbekundungen auf Twitter und anderen Netzwerken.

Havanna (EZ) | 28. November 2016 | Nach dem Tode Fidel Castros tun viele Menschen ihre Trauer via Twitter und anderen Netzwerken kund. Die Kubaner würden sich sehr freuen, wenn sie diese Tweets und Posts auch lesen dürften.

Der Zugang zum Internet ist den meisten Kubanern verwehrt. Dabei würden sie gerade jetzt, nach dem Ableben des Revolutionsführers Fidel Castro, gerne die weltweite Anteilnahme wahrnehmen. „Ich habe nichts gehört oder gelesen, denn ausländische Medien sind hier nicht so gut empfangbar, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch in, sagen wir mal, Deutschland, einige Menschen ihr Beileid ausgesprochen haben,“ sagt Fernando Muirrez, der in der Hauptstadt Havanna lebt. „Vor allem auf diesem ‚Facebook‘ könnte doch einiges Schönes zum Máximo Líder zu lesen sein.“ Das Beileid aus dem Ausland würde ihm viel Trost spenden.

Auch andere Kubaner möchten mal lesen, was andernorts über ihren geliebten und nun leider verschiedenen Langzeitpräsidenten verfasst wird. „Zwar gibt es hier ein paar Computer, aber an die kommt man nicht so leicht heran,“ sagt ein junge Ärztin. „Und ich weiß auch gar nicht, ob man die zum Besuch von Myspace oder so nutzen kann.“ Von Twitter selbst hat sie noch nie gehört.



Zu gerne würden die Kubaner lesen, was zum Beispiel Sahra Wagenknecht oder Bernd Riexinger zum Tod Castros zu sagen haben. „Ihre Worte würden uns in dieser schweren Zeit sicher helfen,“ sagt einer, der lieber anonym bleiben möchte, da sein Onkel wegen Berichterstattung im Gefängnis sitzt.

(JPL/Fotos: Screenshots von twitter)



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