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„Ich trete gegen die an“ – Gerhard Schröder will Revanche gegen Angela Merkel

22. November 2016 ·

Altbundeskanzler Gerhard Schröder will es noch einmal wissen.
Altbundeskanzler Gerhard Schröder will es noch einmal wissen.

Hannover (EZ) | 22. November 2016 | Altkanzler Gerhard Schröder will es noch einmal wissen. Nur einen Tag nachdem Angela Merkel eine vierte Amtszeit ankündigte, gab Schröder bekannt, sich als SPD-Kanzlerkandidat aufstellen lassen zu wollen. Es sei ihm ein „ganz persönliches Anliegen“, gegen Merkel anzutreten, so der 72-Jährige.

Er war von 1998 bis 2005 Deutschlands Regierungschef. Danach arbeitete er für Gazprom, betätigte sich als Lobbyist, schrieb Bücher und verdiente sein Geld mit zahlreichen Reden. Nun gab Altkanzler Gerhard Schröder bekannt, es erneut als Bundeskanzler zu versuchen.

„Es sind einige Jahre vergangen und ich habe noch eine kleine Rechnung mit Frau Merkel offen“, so Schröder heute Vormittag vor seinem Anwesen in Hannover. „Seit zwölf Jahren wurmt es mich, die Wahl 2005 nicht gewonnen zu haben. Nach wie vor bin ich überzeugt davon, dass ich ein Recht auf eine weitere Kanzlerschaft gehabt hätte!“

Als Schröder am Sonntag erfuhr, dass Merkel für eine vierte Amtszeit kandidieren werde, sei ihm sofort klar gewesen, wer ihr Gegner seitens der SPD sein wird. „Sigmar hat realistisch gesehen keine Chance. Und sonst ist da doch niemand“, so der 72-Jährige. „Wenn jemand nochmal die Chance erhalten sollte, Angela zu besiegen, dann bin ich es.“

Er sei bereit für eine dritte Amtszeit nach 12 Jahren Pause und wolle den Bürgern und seiner Partei beweisen, dass er es diesmal besser mache als 2005. Am meisten freue er sich auf die Elefantenrunde nach der Wahl. „Als neuer Kanzler werde ich dann erstmal eine Handvoll Zigarren spendieren“, so Schröder abschließend.

(JME/Foto: Olaf Kosinsky – Own work, CC BY-SA 3.0 de, Link)


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