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„Kann fahren, muss aber nicht“ – Verkehrsminister führt blaue Ampelphase ein

So stellt sich unser EZ-Zeichner die blaue Ampelphase vor.


Berlin (EZ) | 17. November 2016 | Verkehrsminister Dobrindt (CDU) kündigte heute Vormittag an, ab dem 1. Januar 2017 eine neue Ampelphase für Autofahrer einzuführen. Das blaue Licht soll zwischen Gelb und Grün erscheinen und dem Verkehrsteilnehmer die Wahl lassen, ob er fahren möchte oder lieber noch etwas stehen bleibt.

„Wir möchten uns von dieser Fahrpflicht-Regel verabschieden“, so Dobrindt in seiner Erklärung. „Bisher musste man bei Grün Gas geben und bei Rot anhalten.“
Dies solle zwar auch weiterhin so sein, aber mit der blauen Ampelphase bekomme der Autofahrer eine zusätzliche Option, selbst entscheiden zu können, ob er nun fahren möchte oder nicht.



Die Ampelphase erscheint, wenn die Ampel sonst von Gelb auf Grün springt. Diese Phase, die durch ein blaues Licht gekennzeichnet ist, dauert dann rund 40 bis 50 Sekunden an. „Wer da fahren möchte, kann dies gerne tun. Wer aber lieber noch ein wenig warten will, darf auch einfach stehen bleiben“, so der Verkehrsminister stolz.

Beim anschließenden Sprung auf Grün, sei jedoch wieder jeder verpflichtet, aufs Gaspedal zu treten.

Die Öffentlichkeit reagierte verhalten auf die zukünftig vier Ampelphasen. Während ein Teil der Bevölkerung es durchaus gutheißt, selbst die Entscheidungsgewalt zu haben, ob gefahren wird oder nicht, wünschen sich andere eine Reduzierung auf nur noch eine Ampelphase, die den Verkehrsteilnehmern erlaubt, einfach durchzubrettern.

(BSCH/Bild: Gerrit Benjamin)

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