„Ist ja eh oft ausgedacht!“ – Leser sollen künftig über Ende eines BILD-Artikels abstimmen

18. Oktober 2016 ·

Berlin (EZ) | 18. Oktober 2016 | Großer Erfolg gestern für die ARD. Mit dem TV-Experiment „Terror“, in dem Zuschauer per Abstimmung ein Urteil fällen durften und somit Einfluss auf das Ende des Films nehmen konnten, erzielte der Sender hohe Einschaltquoten. Nun gab die BILD-Zeitung bekannt, dass sie ein ähnliches Konzept entwickele. Zukünftig soll es nur noch halbe Artikel zu lesen geben. Die Leser entscheiden dann per Online-Voting über das Ende.

Julian Reichelt, Chefredakteur von bild-online erklärte, dass es ohnehin oft mehrere Versionen eines Artikels gebe. „Wir sitzen manchmal stundenlang mit den Redakteuren zusammen und überlegen, wie ein Artikel richtig gut wird und welches Ende am besten passt.“



Aus diesem Grunde könne er sich sehr gut vorstellen, zukünftig die Leser darüber entscheiden zu lassen, welchen Ausgang sie sich wünschten.
„Die meisten unserer Geschichten sind ähnlich fiktional wie dieser Film gestern in der ARD,“ Reichelt weiter. „Deshalb können unsere Leser nun auch abstimmen, wohin die Geschichten gehen sollen.“

Die Klassiker seien natürlich Entführungs- oder Mordgeschichten. „Die Leser sollen dann einfach dafür votieren, ob der Familienvater am Ende seine Frau und die zwei Kinder ermordet hat, ob er sie lediglich entführte, ob er geschnappt wurde oder ob alle wohlauf sind und sie lediglich ihre Großeltern besucht haben.“

Man werde bereits am morgigen Mittwoch die ersten halbfertigen Artikel online stellen. Bis zum Abend könne dann abgestimmt werden. „Die Ergebnisse werden dann am darauffolgenden Tag in der Printzeitung erscheinen“, so Reichelts Pläne.



(BSCH)

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