Bundesregierung erklärt Bautzen offiziell zur „unsicheren Herkunftsstadt“

16. September 2016 ·

Berlin (EZ) | 16. September 2016 | Nach den Krawallen in Bautzen hat die Bundesregierung nun die Reißleine gezogen und die Stadt kurzerhand zur „unsicheren Herkunftsstadt“ erklärt. Tausende Bautzener sind unterdessen auf der Flucht in den Westen.

Die wochenlangen Spannungen zwischen Flüchtlingen und Rechten erreichten am Donnerstag ihren vorläufigen Höhepunkt, als sich etwa 20 Asylbewerber mit 80 Bautzenern prügelten.
Für das Wochenende sind zahlreiche Demonstrationen angekündigt, die Polizei schließt weitere Ausschreitungen nicht aus.



Die Bundesregierung hat unterdessen entschieden, Bautzen zur unsicheren Herkunftsstadt zu erklären. Wie ein Sprecher des Kanzleramts erklärte, sollen Menschen, die ursprünglich aus Bautzen stammen und seit Donnerstag auf der Flucht in andere deutsche Städte sind, nicht zurückgeschickt werden dürfen.

„In Bautzen herrschen derzeit kriegsähnliche Zustände“, so der Sprecher. „Bis heute Vormittag haben bereits fast 2.000 Menschen der insgesamt rund 40.000 Einwohner zählenden Kreisstadt die Flucht ergriffen und sind vermehrt Richtung Westen emigriert.“ Beliebte Ziele seien derzeit Frankfurt, Hannover, Hamburg und Köln.

Bayern hat unterdessen betont, keine Flüchtlinge aus Batzen aufnehmen zu wollen. Seehofer sprach von einer Obergrenze, die mit drei eingetroffenen Bautzenern bereits gestern erreicht wurde.“



(JME/Foto: Tobias Koch – OTRS, CC BY-SA 3.0 de)

  • Schlecht (0)
  • Sehr schlecht (0)
  • Hundsmiserabel (0)
  • Mir egal (0)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (0)


Diesen Beitrag bezahlen

Sie können den Artikel, den Sie gerade gelesen haben, jetzt bezahlen. Abgewickelt wird unkompliziert über Paypal, es gibt aber noch andere Zahlungsmethoden (SEPA und Kreditkarte bspw.). Ihr Geld landet übrigens bei einem seriösen Verlag, nämlich beim Seriösen Verlag.



Next Post

Schüler sollen BER ab kommendem Jahr erstmals im Geschichtsunterricht behandeln

Berlin (EZ) | | Ab dem kommenden Schuljahr soll das Thema BER erstmals im Geschichtsunterricht behandelt werden. Ab der achten Klasse werden Schüler dann laut Lehrplan mit dem komplexen Bauprojekt zu tun bekommen. Die Dauer ist auf ein Halbjahr beschränkt.…
Read
Previous Post

Staatswappen-Reform: Bundesschäferhund soll deutschen Bundesadler ablösen

Belin (EZ) | 15. September 2016 | Er ist das deutsche Staatssymbol: Der Bundesadler. Nun erwägt die Bundesregierung eine Reform, die das bisherige seit dem Mittelalter repräsentative Wappen erneuern soll. Zukünftig wird ein Schäferhund den Plenarsaal im Deutschen Bundestag zieren.…
Read
Random Post

Systemrelevante streiken für 4,8 Prozent mehr Applaus

Anfang der Woche fanden die ersten von den Gewerkschaften angekündigten Warnstreiks im Öffentlichen Dienst statt. Die Beschäftigten, vielfach sogenannte "Systemrelevante", fordern 4,8 Prozent mehr Applaus. "Das sollte mindestens drin sein", sagte Bettina Gebauer auf einer Kundgebung. "Als Altenpflegerin habe ich…
Read
Random Post

Experten fordern Menschenrechte für Politiker

Augsburg (EZ) | Immer mehr Forscher und Politikerliebhaber fordern, die allgemeinen Menschenrechte auch auf Politiker auszuweiten. Denn zu mehr als 99% seien Mensch und Politiker Untersuchungen zufolge genetisch identisch. Für die meisten Menschen mutet es absurd an, doch einige Biologen und…
Read
Random Post

"Wer darf bleiben?" - RTL plant neue Spielshow für Flüchtlinge ums Bleiberecht

Köln (EZ) | 12. Oktober 2015 | RTL plant ab November eine neue Spielshow. In "Wer darf bleiben?" treten rund 100 Asylanten in mehreren Wettkämpfen gegeneinander an. Der Sieger erhält ein unbefristetes Bleiberecht in Deutschland. Wie eine Sprecherin des Senders…
Read
Random Post

„Mit uns wird es keine Große Koalition geben!“: Schulz jedoch zur sog. „Alten Koalition“ mit der Union bereit

Berlin (EZ) | 24. November 2017 | Es bleibt dabei: Mit der SPD wird es keine Große Koalition geben. Das betonte Parteichef Martin Schulz noch einmal ausdrücklich nach dem Gespräch mit Bundespräsident Steinmeier. Nicht abgeneigt zeigte er sich allerdings bezüglich…
Read