Endlich: Bundesregierung schafft Genitiv ab

7. September 2016 ·

Kein seltener Anblick in der Öffentlichkeit: Ein falsch verwendeter Genitiv.
Kein seltener Anblick in der Öffentlichkeit: Ein falsch verwendeter Genitiv.

Berlin (EZ) | Wie heute bekannt wurde, soll der Genitiv zum 1. Januar 2018 offiziell abgeschafft werden. Laut Bildungsministerin Wanka sei dieser nicht mehr zeitgemäß und werde zunehmend von den Bürgern ignoriert und falsch eingesetzt.

„Der Genitiv gehört seit Jahren zu den unbeliebtesten Deklinationsformen“, so Wanka heute Vormittag gegenüber Pressevertretern. „Vor allem immer mehr junge Menschen sind überfordert, sobald sie mit dem Genitiv in Berührung kommen.“



Schon länger befasse sich das Bildungsressort mit einer möglichen Abschaffung, nachdem auch zunehmend Bundestagsabgeordnete und aktuelle Minister bei Reden über den unliebsamen „Zweiten grammatischen Fall“ stolpern. „Der Dativ hat den Genitiv schon vor einigen Jahren eingeholt und weitestgehend ersetzt“, erklärt Wanka. Kaum einer sage zum Beispiel noch „Der Mann, dessen Hund ein Dackel ist“, sondern stattdessen höre man immer öfter: „Der Mann, von dem der Hund ein Dackel ist“.

Der Genitiv gelte vor allem unter Sprachliebhabern als sehr beliebt. „Aber davon gibt es heutzutage einfach kaum noch welche“; so die Bildungsministerin resigniert.
Stattdessen möchte die Bundesregierung es auch im Zuge der Flüchtlingspolitik besonders Immigranten leichter machen, die deutsche Sprache zu lernen. „Dabei stört der Genitiv nur.“

Beim Volk kommt der Vorschlag überwiegend positiv an. Ein 15-jähriger Schüler aus Köln sagte „Super Idee von der Frau Wanka, von der die Ideen ja nicht immer so gut sind.“



(JME/Foto: Herzi PinkiEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40886667)

Erstmals veröffentlicht am 7.9.16

  • Schlecht (8)
  • Sehr schlecht (32)
  • Hundsmiserabel (51)
  • Mir egal (21)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (424)

Diesen Beitrag bezahlen

Sie können den Artikel, den Sie gerade gelesen haben, jetzt bezahlen. Abgewickelt wird unkompliziert über Paypal, es gibt aber noch andere Zahlungsmethoden (SEPA und Kreditkarte bspw.). Ihr Geld landet übrigens bei einem seriösen Verlag, nämlich beim Seriösen Verlag.



Next Post

„Moment, er ist WAS?“ Hipster-Community zieht Unterstützung für Sven Lau nach Prozessauftakt zurück

Düsseldorf (EZ) | 7. September 2016 | Eine Gruppe junger Hipster hat sich von Sven Lau distanziert, nachdem sie während der Verhandlung im Oberlandesgericht feststellten, dass es sich um einen Salafisten handeln soll. Zuvor wurde Lau von der Düsseldorfer Hipster…
Read
Previous Post

Lehre aus Landtagswahlen: CDU will Pflichtfach "Richtig wählen" einführen

Berlin (EZ) | 6. September 2016 | Bei den letzten Wahlen hat die CDU teilweise schwere Verluste hinnehmen müssen. Dem will die Partei nun entgegenwirken: Im Schulfach "Richtig wählen" soll jungen Menschen beigebracht werden, wie man sich korrekt an einer…
Read
Random Post

Kubaner würden auch gerne die Kondolenztweets deutscher Linker lesen können

Havanna (EZ) | 28. November 2016 | Nach dem Tode Fidel Castros tun viele Menschen ihre Trauer via Twitter und anderen Netzwerken kund. Die Kubaner würden sich sehr freuen, wenn sie diese Tweets und Posts auch lesen dürften. Der Zugang…
Read
Random Post

So ein Mist: Mann, der über soziale Netzwerke jeden daran erinnerte, unbedingt wählen zu gehen, vergaß, wählen zu gehen

Duisburg (EZ) | 27. Mai 2019 | Ärgerlich: Nachdem er bereits seit einer Woche immer wieder an seine Freunde und Bekannten appellierte, unbedingt am Sonntag wählen zu gehen, vergaß ein Mann aus Duisburg gestern selbst, an der Europawahl teilzunehmen. "Ja,…
Read
Random Post

Verwirrter 80-Jähriger im Bademantel von Bühne abgeführt

Berlin (EZ) | 30. September 2014 | In Berlin hat die Polizei gestern Abend einen offenbar verwirrten 80-Jährigen verhaftet und einem nahegelegenen Seniorenheim übergeben. Wie es hieß, soll der in einem weißen Bademantel gehüllte Mann auf der Bühne im Friedrichstadtpalast…
Read
Random Post

„Wir brauchen jeden Wähler, bevor wir ihn abschieben“: AfD freut sich über Bushidos Wahlversprechen

Berlin (EZ) | 1. Juni 2016 | Nach der Ankündigung von Bushido, die AfD wählen zu wollen, reagierte die Partei erfreut und lud den Rapper kurzerhand zur Wahlparty ein. Man brauche jeden Wähler, bevor man ihn abschiebe, so Vorstandsmitglied Roland…
Read