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Endlich: Bundesregierung schafft Genitiv ab

Berlin (EZ) | Wie heute bekannt wurde, soll der Genitiv zum 1. Januar 2018 offiziell abgeschafft werden. Laut Bildungsministerin Wanka sei dieser nicht mehr zeitgemäß und werde zunehmend von den Bürgern ignoriert und falsch eingesetzt.

Kein seltener Anblick in der Öffentlichkeit: Ein falsch verwendeter Genitiv. Kein seltener Anblick in der Öffentlichkeit: Ein falsch verwendeter Genitiv.

„Der Genitiv gehört seit Jahren zu den unbeliebtesten Deklinationsformen“, so Wanka heute Vormittag gegenüber Pressevertretern. „Vor allem immer mehr junge Menschen sind überfordert, sobald sie mit dem Genitiv in Berührung kommen.“

Schon länger befasse sich das Bildungsressort mit einer möglichen Abschaffung, nachdem auch zunehmend Bundestagsabgeordnete und aktuelle Minister bei Reden über den unliebsamen „Zweiten grammatischen Fall“ stolpern. „Der Dativ hat den Genitiv schon vor einigen Jahren eingeholt und weitestgehend ersetzt“, erklärt Wanka. Kaum einer sage zum Beispiel noch „Der Mann, dessen Hund ein Dackel ist“, sondern stattdessen höre man immer öfter: „Der Mann, von dem der Hund ein Dackel ist“.

Der Genitiv gelte vor allem unter Sprachliebhabern als sehr beliebt. „Aber davon gibt es heutzutage einfach kaum noch welche“; so die Bildungsministerin resigniert.
Stattdessen möchte die Bundesregierung es auch im Zuge der Flüchtlingspolitik besonders Immigranten leichter machen, die deutsche Sprache zu lernen. „Dabei stört der Genitiv nur.“

Beim Volk kommt der Vorschlag überwiegend positiv an. Ein 15-jähriger Schüler aus Köln sagte „Super Idee von der Frau Wanka, von der die Ideen ja nicht immer so gut sind.“

(JME/Foto: Herzi PinkiEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40886667)

Erstmals veröffentlicht am 7.9.16

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