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Vorbild Türkei: Liechtensteins Hobby-Militär stürzt mit zwei Panzern und zwölf Soldaten aktuelle Regierung

18. Juli 2016 ·

Wurde in der Nacht zu heute überraschend gestürzt, Liechtensteins Regierungschef Hasler.
Wurde in der Nacht zu heute überraschend gestürzt, Liechtensteins Regierungschef Hasler.

Vaduz (EZ) | 18. Juli 2016 | In der Nacht zu heute soll es im Fürstentum Liechtenstein zu einem erfolgreichen Putschversuch eines kleinen Hobby-Militärs gekommen sein. Wie berichtet wird, hätten zwei selbstgebaute Panzerfahrzeuge und insgesamt zwölf Soldaten den Regierungssitz eingenommen und Regierungschef Adrian Hasler gestürzt.

Augenzeugen berichten, dass der gesamte Putsch nur rund vier Minuten gedauert hätte. „Wir haben es nur durch Zufall mitbekommen, weil wir in der Nähe des Regierungsgebäudes standen“, so ein Einwohner.

Demnach näherten sich um 1:24 Uhr gestern Nacht zwei Panzer-Ford Fiestas, in denen jeweils zwei Freizeit-Soldaten saßen. Dahinter liefen nochmals acht Personen. „Es schien, als sei die komplette Liechtensteiner Hobbyarmee unterwegs gewesen. So etwas haben wir hier noch nie erlebt“, erzählt ein weiterer Augenzeuge aufgeregt.

Um 1:28 Uhr wurde Regierungschef Adrian Hasler mit Handschellen herausgeführt. In einer kurzen Pressemitteilung teilte er mit, dass dieser Putsch ihn völlig unvorbereitet treffe und er keine Chance gehabt habe, rechtzeitig zu flüchten.

Ein “Militär”-Sprecher erklärte anschließend, man habe die Türkei zum Vorbild genommen. „Wir wollten aber zeigen, wie man es richtig macht!“

Wie es nun weitergeht, ist noch völlig unklar. „Wir hatten sowas bisher ja auch noch nie. Wir haben ja nicht mal ein offizielles Militär“, so ein Beteiligter, der den genauen Grund für den Putsch nicht einmal erklären konnte. Offenbar wurde die kleine Armee erst in der Nacht nach einem Umtrunk gegründet.

Erwartet wird, dass sich die Lage in ein, zwei Tagen beruhigen und Regierungschef Hasler wieder übernehmen wird.

(JME/Foto: An employee of the government / Ein Regierungs-Mitarbeiter – Government of the principality of Liechtenstein / Regierung des Fürstentums Liechtenstein, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25443513)


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