„Ja heißt Ja“ – Neues Gesetz soll schüchternen Paaren beim Liebesleben helfen

Berlin | 7. Juli 2016 | Um vor allem schüchternen Paaren die Beziehung zu vereinfachen, hat der Bundestag heute ein neues Gesetz verabschiedet. Demnach darf es in dem Moment zu sexuellen Handlungen kommen, wenn der Partner ausdrücklich einwilligt und es erwünscht.

Bereits in der vergangenen Woche kam es bundesweit zu Demonstrationen, in denen Männer und Frauen Transparente mit der Aufschrift „Ja heißt Ja“ in die Luft hielten.



Eine junge Frau sagte, sie sei es Leid, dass ihr Mann immer viel zu unsicher und zurückhaltend sei. „Obwohl ich ihm mehrfach bestätigt habe, dass ich das will. So etwas killt die Stimmung!“

Nun hat auch die Bundesregierung reagiert. Mit den Stimmen von CDU, SPD und den Linken ist ein Mensch zukünftig dazu verpflichtet, sich seinem Partner sexuell zu nähern, wenn dieser bereits drei Mal zugestimmt und seine Bereitwilligkeit signalisiert hat.

„Wir wollen vor allem unsicheren Paaren dabei helfen, ihr Liebesleben wieder etwas mehr in Fahrt kommen zu lassen“, so Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). „Es kommt häufig vor, dass z.B. der Mann vorsichtig fragt, ob er seine Freundin küssen dürfe, sie Ja sagt, er nochmal fragt, sie erneut zustimmt und er sich anschließend dennoch verlegen wegdreht.“



Mit dem neuen Paragrafen 177 b des Strafgesetzbuches soll dies nun nicht mehr so einfach möglich sein. „Von nun an ist der Mann in unserem Beispiel bereits nach dem ersten Einverständnis dazu verpflichtet, seine Freundin zu küssen.“