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„Schockfoto“-Kind zwei Tage nach dieser Aufnahme an Lungenkrebs gestorben

20. Juni 2016 ·

Der kleine Jonas (links) während des Fotoshootings für die neuen Schockfotos auf Zigarettenpackungen.
Der kleine Jonas (links) während des Fotoshootings für die neuen Schockfotos auf Zigarettenpackungen.

Berlin (EZ) | 20. Juni 2016 | Seit dem 1. Juni sind nun auch in Deutschland die sogenannten Schockfotos auf Zigarettenschachteln im Umlauf. Nun wurde bekannt, dass ein Kind, das für eins dieser Bilder Modell stand, an Lungenkrebs gestorben sein soll.

Die für die Fotos zuständige Marketingfirma, die vorerst anonym bleiben möchte (Name d. Red. auch nicht bekannt), bedauert den Vorfall zutiefst. Wie ein Sprecher mitteilte, habe man über drei Tage hinweg mehrere Stunden lang „zahlreiche Aufnahmen benötigt“, bis das Schockfoto seinen abschreckenden Zweck erfüllte und alle mit dem Ergebnis zufrieden waren.
„Immer wieder musste unser Mitarbeiter dem kleinen Jonas neuen Qualm ins Gesicht blasen, weil der Ekel und die Abscheu in seinem Gesicht noch nicht authentisch genug rüberkamen.“

Man habe ja auf die Gefahr des Rauchens hinweisen wollen, dafür sei es wichtig gewesen, dass zum einen genug Rauch auf dem Bild zu sehen ist und zum anderen deutlich darzustellen, „dass es vor allem die Kleinsten in unserer Gesellschaft sind, die dem schädlichen und krebserregenden Qualm oft wehrlos gegenüberstehen.“

Dass der Zweieinhalbjährige nur zwei Tage später ausgerechnet an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung gestorben ist, nennt der Sprecher einen „etwas unglücklichen Ausgang dieser Geschichte.“

Allerdings habe man mit den Eltern bereits einen attraktiven Deal aushandeln können: „Für einen adäquaten Betrag überlassen die Eltern uns die Lunge ihres Sohnes. Damit haben wir bereits ein neues Motiv für ein weiteres Schockfoto, das demnächst bundesweitdie Zigarettenschachteln zieren wird“, so der Sprecher zufrieden.

(JME)


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