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„Lieber reden statt schlagen“: Tierschützer fordern verbale Lösung im Kampf gegen Mücken

Wiesbaden (EZ) | 9. Juni 2016 | In diesem Sommer erwarten Experten eine große Mückenplage. Grund sind die hohen Temperaturen sowie die vielen Unwetter vor allem im Süden Deutschlands. Nun warnen Tierschützer davor, die Moskitos brutal zu erschlagen und plädieren stattdessen für eine verbale Lösung. Reden sei immer besser als nackte Gewalt.

Nicht gleich zuhauen. Erstmal das Gespräch mit der Mücke suchen. Nicht gleich zuhauen. Erstmal das Gespräch mit der Mücke suchen.

Der viele Regen und die schülen Temperaturen sorgen laut Experten dafür, dass Deutschland nach zwei eher mückenarmen Jahren in diesem Sommer wieder eine regelrechte Mückenplage droht.

Doch weil nur wenige Mittel wirklich gegen die nervenden Insekten helfen, entscheiden sich die meisten Menschen dazu, sie kurz und schmerzlos zu erschlagen.

Nun fordern jedoch Tierschützer dazu auf, die Gewalt an Mücken zu unterlassen. „Es heißt doch immer: Reden ist besser als Gewaltanwendung“, so Anke Grofink vom Verein deutscher Hausmückenhilfe (VdH). „Aber wenn es um Mücken geht, kennen die Menschen plötzlich keine Empathie mehr und schlagen brutal zu.“

Vielmehr sollten die Bürger sich die Zeit nehmen, die Mücken in ihrer Umgebung näher kennenzulernen und ein Gespräch zu beginnen. „Ich kann doch nicht sofort zuschlagen, ohne auch nur ein Wort mit der Mücke gewechselt zu haben“, echauffiert sich Grofink. „Ich muss doch erstmal herausfinden, was die Beweggründe sind, dass die Mücke ausgerechnet mich stechen will.“

Die Menschen müssten dringend ein Antiaggressionstraining absolvieren, um sich besser im Griff zu haben. „Es ist unerträglich, mit was für einem Hass und einer brutalen Gewalt sie die Mücken regelrecht zerquetschen.“

Grofink erinnert sich an einen Fall vor zwei Jahren. „Ich war bei Freunden zum Grillen. Plötzlich stand der Gastgeber auf und erschlug binnen zwei Minuten wortlos 20 Mücken. Es war ein regelrechtes Gemetzel“, so die 42-Jährige abschließend unter Tränen.

(BSCH/Foto: Von JJ Harrison (jjharrison89@facebook.com) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8386379)

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