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SPD bunkert Wählerstimmen, um auf schwere Zeiten vorbereitet zu sein

7. Juni 2016 ·

Sorgt vor für schwere Zeiten: Sigmar Gabriel.
Sorgt vor für schwere Zeiten: Sigmar Gabriel.

Berlin (EZ) | 7. Juni 2016 | Die Sozialdemokraten bereitenen sich langsam auf die zu erwartenden harten Zeiten vor: Parteichef Sigmar Gabriel hat verfügt, dass die SPD sich mit einem guten Vorrat an Wählerstimmen eindecken soll: „Spätestens 2017 werden wir sie brauchen.“

In den Umfragen liegt die einst stolze Sozialdemokratie bei mageren 19 bis 20 Prozent. Seit Monaten ist die Tendenz eher fallend und Sigmar Gabrel sieht sich starker Kritik ausgesetzt. Seit Wochen wird gar über seinen vorzeitigen Abgang diskutiert. Bei derzeitigem Stand braucht die Partei sehr viel Zuversicht, um sich Hoffnungen auf eine Regierungsteilnahme nach der Wahl 2017 machen zu können.

Deshalb ordnete Gabriel gestern Nacht an, so viele Wählerstimmen „wie nur irgend möglich“ zu bunkern, um auf diese schweren Zeiten vorbereitet zu sein. Ziel sei es, so sagen Eingeweihte, bis zu diesem Herbst wenigstens so viele Stimmen in den Kellern und Lagerräumen zu haben, um zumindest die 5-Prozent-Hürde „locker zu übersteigen“ und im Bundestag vertreten zu sein.

„Gerne natürlich mehr,“ soll Gabriel gesagt haben. Ihm wird nachgesagt, dass er auch nach der Bundestagswahl in der Regierung sitzen möchte. „Aber dafür genügend Stimmen zu finden, das dürfte eher schwierig sein,“ sagt ein Vorstandsmitglied. „Zumal die Händler natürlich um unseren Bedarf wissen und schon jetzt horrende Summen verlangen.“

Auf jeden Fall soll der Fehler der FDP vor der Wahl 2013 vemieden werden. Damals sorgten die Liberalen durch eine Mischung aus Geiz und überzogener Zuversicht nur für einen Stimmenvorrat von 3 Prozent und flogen bekanntlich aus dem Bundestag.

(JPL/ Foto: „Sigmar Gabriel 2014“ by Michael Thaidigsmann – Own work. [Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons])


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