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Ferrero reagiert auf Pegida-Kritik mit Schokolade aus rein deutschem Anbau

25. Mai 2016 ·

Kinderportraits von deutschen Nationalspielern - das ist für einige besorgte Bürger zu viel des Guten.
Kinderportraits von deutschen Nationalspielern - das ist für einige besorgte Bürger zu viel des Guten.

Frankfurt (EZ) | 25. Mai 2016 | Ein Pegida-Ableger hat sich über eine Aktion zur Fußball-EM echauffiert: Auf den Packungen der Kinder-Schokolade prangen Fotos von DFB-Spielern als Kinder. Ferrero reagiert prompt: Eigens für Pegida kommt nun eine Schokolade auf den Markt, die aus rein deutschen Rohstoffen hergestellt wird.

„Wir nehmen die Kritik natürlich ernst,“ so ein Sprecher des Unternehmens in der Konzernzentrale im italienischen Alba. „Für unsere arischen Kunden gibt es bald Schokoladenprodukte, die zu 100% aus in Deutschland angebauten Rohstoffen besteht.“

Das wird für das Unternehmen nicht billig: „Zunächst müssen wir unsere Kakaoplantagen in der Bundesrepublik reaktivieren, die wurden bekanntlich einst stillgelegt, weil die Produktion im Ausland billiger ist.“ Zucker und Milch sind hingegen kein großes Problem.

Bis die deutschen Kakaoplantagen wieder Ertrag abwerfen, kann es allerdings noch etwas dauern. „Bis dahin müssen unsere deutschen Kunden mit leicht abgespeckten Varianten leben, die aber dafür ziemlich teuer sind.“ Die Kinder-Schokolade, der Stein des Anstoßes, wird demnach nur aus einem Milchcremeriegel bestehen.
Andere Produkte werden etwas anders aussehen und schmecken als gewohnt. „Ferrero Rocher besteht im Grunde nur aus einer Nuss, und bei Raffaelo muss man auf die Kokusnussraspeln verzichten, bis wir es schaffen, Kokusnüsse an der Ostsee zu ernten.“ Nutella fällt leider vorläufig ganz weg.

Bei einem Produkt müsse man sich mit den Pegida-Leuten absprechen, so Ferrero. „Wir hoffen auf das Zugeständnis, dass wir für Mon Chérie auch weiterhin die Piemont-Kirsche verwenden dürfen. Wir wollen ungern auf die Brandenburger Knorpelkirsche ausweichen.“

(JPL/Foto: Screenshot ferrero.de)


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