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Sparzwang: Polizei stellt Fuhrpark auf Fahrräder um

Ab Juli wird man Polizisten nur noch auf einem Fahrrad sehen (rechts). Die bisherigen Einsatzwagen (links) gehören dann der Vergangenheit an.


Berlin (EZ) | 26. April 2016 | Um die seit Jahren hohen Kosten bei der Polizei zu kompensieren und wieder mehr Personal einstellen zu können, soll nun beim Fuhrpark gespart werden. Zum 1. Juli 2016 sollen daher alle Dienstfahrzeuge durch Fahrräder ersetzt werden.

„Wir bekommen zunehmend Probleme, die Kosten zu decken“, so ein Sprecher des Innenministeriums. Allein im letzten Jahr hätten die Beamten insgesamt drei Millionen Überstunden angehäuft. „Es fehlt schlichtweg das Geld für weiteres Personal.“



Aus diesem Grunde hat sich das Innenministerium in Absprache mit der Polizeigewerkschaft nun darauf geeinigt, einen großen Kostenfaktor abzuschaffen: Den Fuhrpark.

„Die Fahrzeuge sind in der Regel nicht älter als fünf Jahre“, so der Sprecher. „Dazu Steuern und Versicherung und dann das Benzin. Das läppert sich zusammen.“ Man könne pro Jahr bis zu 500 Millionen Euro sparen, wenn man auf die Einsatzwagen verzichtet.

Stattdessen sollen die Beamten mit Diensträdern ausgestattet werden. „Es werden normale Fahrräder und Tandems zur Verfügung gestellt, damit auch weiterhin jeweils zwei Beamte gleichzeitig auf Streife gehen können.“

Da vor allem ein Tandem bis zu 45 Stundenkilometer schaffe, könne man auch einer Verfolgungsjagd gelassen entgegen sehen. „Zumindest in 30er Zonen“, so der Sprecher zuversichtlich.

(JPL/Foto: Links: Sebastian RittauEigenes Werk, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36233478; Rechts: imoni – Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3871350)

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