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Nach „Feige Drecksau“-Schmähung: Erdogan verklagt Bernd Lucke wegen Böhmermann-Beleidigung

18. April 2016 ·

Hat mit seiner Beleidigung gegen Böhmermann den Zorn Erdogans auf sich gezogen: Bernd Lucke
Hat mit seiner Beleidigung gegen Böhmermann den Zorn Erdogans auf sich gezogen: Bernd Lucke

Ankara/Mainz (EZ) | 18. April 2016 | Die Klagewelle hört einfach nicht auf: der türkische Präsident Recep Erdogan hat erneut Strafanzeige in Deutschland gestellt. Diesmal gegen AfD-Gründer Bernd Lucke – dieser hatte Jan Böhmermann kurz zuvor als „Feige Drecksau“ beschimpft.

Auf seiner Internetseite hat der AfD-Gründer und heutige Alfa-Vorsitzender Bernd Lucke kein gutes Haar an dem Satiriker Jan Böhmermann gelassen. Unter anderem bezeichnete er ihn als „Feige Drecksau“.

Das wiederum rief den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf den Plan, der darin eine üble Beleidigung eines „in der Öffentlichkeit stehenden deutschen Unterhaltungskünstlers“ sieht. Unmittelbar nach Luckes Schmähung reichte Erdogan Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Mainz ein.

„Man kann von Herrn Böhmermann halten, was man will, aber diese menschenverachtende Beleidigung in der Öffentlichkeit gehört verboten“, so ein Sprecher des Präsidenten.
Auch Kanzlerin Merkel äußerte sich zu der „bewussten Verletzung“ Luckes und betonte in einem Telefongespräch mit Erdogan, auch dieser Klage nicht im Wege stehen zu wollen.

Lucke selbst teilte kurz nach Bekanntwerden der Klage auf Facebook mit, dass er sich sehr auf die nun folgende Solidaritätswelle freue. Bis Redaktionsschluss hatte sein Eintrag neun “Gefällt mir”-Angaben.

(JME/Foto: Von MathesarEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25631073)


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