AfD: „Judentum gehört nicht zu Deutschland“

Berlin (EZ) | 18. April 2016 | Juden und die jüdische Kultur haben in Deutschland nichts zu suchen, sagten die AfD-Vizevorsitzenden von Storch und Gauland in der FAS. Das Juden-Verbot soll ins Parteiprogramm geschrieben werden.

Demnächst entscheidet ein Parteitag in Stuttgart über das Programm der „Alternative für Deutschland“ (AfD). Über drei Jahre nach Gründung erhält die Partei dann endlich ein Grundsatzpapier.



Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verkündeten die Vizevorsitzenden Beatrix von Storch und Alexander Gauland, dass die Ablehnung des Judentums fester Bestandteil der AfD werden soll.

„Das Judentum ist an sich eine politische Ideologie, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“, sagte von Storch. Ähnlich äußerte sich ihr Kollege Gauland: „Das Judentum ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden. Deswegen ist die Judaisierung Deutschlands eine Gefahr“, sagte er der FAS.

„Viele Juden gehören zu Deutschland, das Judentum an sich aber nicht,“ setzte von Storch nach. „Wir wollen keine Synagogen und keine Rabbis hier.“ Und Gauland weiter: „Viele Synagogen werden privat finanziert und einige auch von Israel aus geleitet.“ Der deutsche Staat müsse diese stärker kontrollieren.



Wenn das Judentum aus Deutschland vertrieben ist, werde die AfD sich auf andere seltsame Religionen stürzen. „Wir finden auch Hindus seltsam, weil die so komische Sachen tragen. Ganz abgesehen natürlich von diesen gemeingefährlichen Naturreligionen, denen so viele Afrikaner anhängen.“ In einem späteren Schritt werde man das Christentum wieder abgeben, das „uns Germanen seinerzeit von ausländischen Mächten aufgezwungen wurde.“

(JPL/Fotos: Gauland – Von blu-news.orgFlickr: Alexander Gauland (AfD) – AfD Parteitag 25.1.2014, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31557470 // von Storch – By Flickr user blu-news.orghttp://www.flickr.com/photos/95213174@N08/12168958073/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31520253)