Dramatischer Flüchtlingsrückgang: AfD fürchtet um ihre Existenz

Berlin (EZ) | 8. April 2016 | Heute gab Bundesinnenminister de Maizière bekannt, dass die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland im ersten Quartal drastisch gesunken sei. Nun fürchtet die AfD jedoch um ihre Existenz. Parteichefin Petry kündigte bereits an, im Zweifel persönlich nach Syrien reisen zu wollen, um weitere Flüchtlinge zu mobilisieren.

Aktuell kommen laut de Maizière täglich weniger als 200 Flüchtlinge nach Deutschland. Insgesamt ist die Zahl der Asylsuchenden im ersten Quartal 2016 um 66 Prozent gegenüber dem letzten Quartal 2015 zurückgegangen.



Doch während die Bundesregierung zufrieden und vorsichtig optimistisch auf die Zahlen blickt, macht sich Panik unter den Mitgliedern der AfD breit. Gerade erst sorgte eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends noch für große Euphorie innerhalb der Partei, wonach die AfD aktuell ein Rekordhoch von 14 Prozent erreicht.

Aber mit den neuen Zahlen zur Flüchtlingspolitik ist die Existenz der AfD plötzlich massiv bedroht. Parteichefin Frauke Petry teilte in einem Schreiben an die Mitglieder mit, dass vorerst bitte alle Ruhe bewahren sollten. „Ich weiß, dass gerade viele beunruhigt und verunsichert sind. Aber keine Sorge, wir haben alles im Griff.“

Tatsächlich herrscht auch bei vielen AfD-Wählern und besorgten Bürgern große Ratlosigkeit. „Ich verstehe das nicht. Die Flüchtlingszahlen gehen zurück. Aber ohne Hilfe der AfD, stattdessen durch die Arbeit der aktuellen Regierung? Was soll denn das?“, so ein irritierter Rentner aus Leipzig.



Petry gab unterdessen bekannt, dass sie sich noch heute in ein Flugzeug setzen möchte, um nach Syrien zu fliegen. Dort will sie „möglichst viele Menschen von der langen, aber lohnenswerten Reise ins wunderschöne Deutschland überzeugen“.

(JPL/Foto: „2015-07-04 AfD Bundesparteitag Essen by Olaf Kosinsky-195“ von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons.)