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„Wir haben halt zu viele Einwohner“: China rechtfertigt hohe Hinrichtungszahlen

6. April 2016 ·

Peking (EZ) | 6. April 2016 | Die Zahl der Hinrichtungen weltweit ist laut Amnesty International im vergangenen Jahr dramatisch angestiegen. Angeführt wird die Liste einmal mehr von China mit über 1.000 Hinrichtungen pro Jahr. Staatsoberhaupt Xi Jinping verteidigt nun den schlechten Ruf des Landes und gibt als Grund für die vielen Todesurteile die extrem hohe Bevölkerungsdichte an.

Experten gehen davon aus, dass in China allein im letzten Jahr bis zu 4.000 Vollstreckungen durchgeführt wurden. Offizielle Zahlen gibt das Land nicht bekannt.
Doch dafür äußerte sich nun erstmals das Staatsoberhaupt der Volksrepublik und nahm Stellung zu der Kritik von Amnesty International.

„Ja, es ist wahr, dass unser Land mehr Menschen hinrichten lässt als andere Staaten“, so Jinping in einer offiziellen Erklärung. „Jedoch liegt dies in der hohen Anzahl der Bevölkerung begründet. China wächst täglich. Wie sollen wir die 1,4 Milliarden Menschen denn sonst reduzieren?”

Man habe lange gehofft, dass die Ein-Kind-Politik das Problem der hohen Bevölkerungsdichte löse, das ist aber nicht der Fall gewesen. „Die Menschen werden immer älter, kaum jemand stirbt hier noch freiwillig. Da müssen wir uns eben anders behelfen“, so Jinping weiter.

Konkret nannte er zwar noch immer keine Zahlen, doch bestätigte er indirekt, dass die von Amnesty geschätze Zahl der Hinrichtungen noch weit untertrieben sei. „Das wären ja bloß etwa 0,001 Prozent der Bevölkerung. Haha, damit löst man in China doch keine Probleme!“

(JME/Foto: Pretzelpaws aus der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0)


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