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„Trump hätte verhindert werden können!“ – Hillary Clinton punktet bei Abtreibungsbefürwortern

31. März 2016 ·

Trump (links), Clinton (rechts)
Trump (links), Clinton (rechts)

New York (EZ) | 31. März 2016 | Donald Trump möchte Abtreibungen unter Strafe stellen und sorgt mit dieser Forderung einmal mehr für einen Eklat. Die Demokratin Hillary Clinton sieht nun Chancen für sich, Abtreibungsbefürworter an sich zu binden. Ihr Hauptargument ist Trump selbst, der damals leicht hätte verhindert werden können.

In einem Interview mit dem Sender MSNBC antwortete Trump auf die Frage, ob Frauen für die Abtreibung bestraft werden sollten, mit „Ja“. Daraufhin folgte ein Sturm der Entrüstung. Vor allem in den sozialen Netzwerken wurde der republikanische Präsidentschaftskandidat heftig kritisiert.

Für Hillary Clinton ein gefundenes Fressen. Die Demokratin nutzte die Äußerung von Trump dazu, eine neue Wählerschaft gezielt anzusprechen: Die Abtreibungsbefürworter.
Über Twitter schrieb sie: „Trump hätte verhindert werden können. Pro Abtreibung!“ In kurzer Zeit äußersten sich viele Menschen ähnlich und forderten teilweise gar eine nachträgliche Abtreibung bis zum 70. Lebensjahr.

Auch immer mehr bisherige Abtreibungsgegner sind sich zunehmend unsicher, ob ein Verbot wirklich richtig ist. „Ich meine, Hillary hat ja recht,“ so ein konservativer Republikaner. „Trumps Mutter hätte sogar einen Preis verdient gehabt, wenn sie das gemacht hätte.“

Natürlich steht Clinton aber auch in der Kritik ob ihrer liberalen Haltung. Sie lasse die Unberührbarkeit des Lebens außer Acht, heißt es. „Nur Gott entscheidet, wer leben darf und wer nicht,“ sagte der republikanische Vordenker George W. Bush. „Ausnahmen sind nur bei Hinrichtungen erlaubt.“

(BSCH/Foto: By Donald Trump August 19, 2015 (cropped).jpg: BU Rob13Hillary Clinton by Gage Skidmore 2.jpg: Gage – This file was derived from:Donald Trump August 19, 2015 (cropped).jpgHillary Clinton by Gage Skidmore 2.jpg, CC BY-SA 4.0


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