Nie mehr rätseln: Uhren sollen nur noch vorgestellt werden, nicht mehr zurück

24. März 2016 ·

Dieser Herr dreht seit 1918 alljährlich die Uhr des Senats in Washington vor und wieder zurück. Zumindest zurückdrehen muss er nun nicht mehr.

Berlin (EZ) | Jedes Jahr dieselbe wiederkehrende Frage: Werden die Uhren nun eine Stunde vor– oder eine Stunde zurückgedreht? Aber damit ist nun Schluss – die Uhren werden von nun an nur noch vorgestellt. Damit ist die für viele Menschen als nervig und unnötig empfundene Zeitumstellung, die uns jedes Jahr zwei Mal beschert wird, zwar nicht abgeschafft. „Aber wir beseitigen eine der drängendsten Fragen, die sich die Leute jedes Mal aufs neue stellen: Muss ich die Uhren nun eine Stunde vorstellen? Oder eine Stunde zurück?“, sagt ein Sprecher der Europäischen Kommission. „Denn Umfragen zufolge können sich das nur sehr wenige Bürger merken.“

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Zur Sommerzeit wurde bisher von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgedreht, zur Winterzeit von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück. Aber das muss sich nun niemand mehr einprägen:  „Es wird noch einfacher: Von jetzt an wird nur noch vorgestellt.“ Als Eselsbrücke empfiehlt er: „Im Frühling stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. Im Herbst lässt man sie vor der Tür.“



Die Kommission sieht nur Vorteile an der neuen Regelung. Kritik kommt aber von sogenannten Logikern: Die geben zu bedenken, dass bei dem Rhythmus in wenigen Jahren die Nacht zum Tage wird und umgekehrt. Sie schlagen stattdessen vor, einfach gleichbleibend lange Tage einzuführen.

(BSCH/Foto: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=95652)

Erstmals veröffentlicht am 24.03.2016



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