Sicheres Herkunftsland Algerien ordert neue Knüppel, um Abgeschobene aus Deutschland zu empfangen

29. Januar 2016 ·

Algeriens Präsident Bouteflika bei seiner Stimmabgabe zur Wahl 2012. Dies soll eine der wenigen Gegenstimmen gewesen sein.
Algeriens Präsident Bouteflika bei seiner Stimmabgabe zur Wahl 2012. Dies soll eine der wenigen Gegenstimmen gewesen sein.

Algier/Rabat/Berlin (EZ) | 29. Januar 2016 | Die algerische Regierung bereitet sich auf die erwartete Abschiebewelle aus Deutschland vor, nachdem das Land zu einem sicheren Herkunftsstaat erklärt werden soll. Diktator Bouteflika bestellte sofort tausende neue Knüppel für seine Polizei, um all die Abgeschobenen gebührend begrüßen zu können.

Im Moment seien die Lager nicht ausreichend bestückt, um der Zahl an Rückkehrern Herr zu werden. „Aber die unerlaubte Ausreise aus Algerien ist natürlich eine Tat, für die unsere Mitbürger bestraft werden müssen,“ so der Langzeitpräsident Abd al-Ziz Bouteflika, der seit vielen Jahren im Visier internationaler Menschenrechtler ist.



Vor allem die Beamten an den internationalen Flughäfen müssen neu ausgestattet werden. „Wir benötigen dringend Knüppel aus bester Produktion, die nicht allzu schnell schlapp machen.“ Er hoffe da auf Unterstützung aus dem Ausland. „Unsere Ausrüstung ist etwas in die Jahre gekommen und wurde in letzter Zeit stark beansprucht, es gab einige Demonstrationen.“ Jeder Schlag könnte nun schon einer zu viel sein und die Waffen zerbrechen lassen.

Bouteflika will das aber nicht zu einer Bedingung machen. „Wir werden selbstverständlich alle zurücknehmen, gar keine Frage.“ Notfalls würden die Polizisten eben auf ihre Fäuste zurückgreifen. Auch die Geheimgefängnisse hätten noch Kapazitäten.

Sein Amtskollege aus Marokko, Abdelilah Benkirane, kündigte ebenfalls an, seine Bestände an Waffen, die der politischen Hygiene dienen, aufzustocken, sollte sein Land tatsächlich von der Bundesregierung zum sicheren Herkunftsland erklärt werden.



(JPL/Foto: Magharebia via flickr; [CC BY 2.0])

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