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„Sonst kommt doch niemand“ – Liechtenstein führt Untergrenze für Flüchtlinge ein

21. Januar 2016 ·

Vaduz (EZ) | 21. Januar 2016 | Seit Monaten wird europaweit darüber diskutiert, den Zustrom an Flüchtlingen zu reduzieren. Erst gestern beschloss Österreich eine Obergrenze. Nun wurde auch das Fürstentum Liechtenstein aktiv. Mit der Einführung einer Untergrenze sollen endlich mehr Besucher und Flüchtlinge ins Land einreisen.

In Deutschland spaltet das Thema seit Monaten die Bürger und die Parteien. Während die Kanzlerin weiterhin strikt gegen eine Obergrenze für Flüchtlinge ist, plädieren zunehmend mehr Menschen und Politiker dafür.

Gestern schließlich verkündete auch Österreich eine Obergrenze für Flüchtlinge, was den Druck auf Merkel noch einmal verschärfen dürfte.

Ganz andere Sorgen dagegen hat der kleine europäische Staat Liechtenstein. Wie heute bekannt wurde, hat sich die Regierung für eine Untergrenze für Flüchtlinge ausgesprochen. Regierungschef Adrian Hasler erklärte, dass auf diese Weise endlich mehr Menschen in das Land kommen sollen als es bisher der Fall sei. „Wir hören immer nur, dass tausende Flüchtlinge nach Europa reisen und die Länder überfordert sind. Aber wir kriegen davon nichts mit. Zu uns kommt niemand“. Zumindest nicht freiwillig, deshalb müsse dringend die Untergrenze her.

Weiter heißt es: „Unser Land ist zwar klein, aber es ist noch reichlich Platz für weitere Menschen.“ Vor allem Flüchtlinge seien willkommen. „Wir haben nichts dagegen, auch mal andere Kulturen begrüßen zu dürfen.“

Wo genau die Untergrenze liegen soll, ist noch nicht bekannt. Im Gespräch sind jedoch mindestens 30 bis 50 Menschen, die jährlich nach Liechtenstein einreisen müssen.

(JME/Bild: „Liechtenstein in Europe (zoomed)“ von TUBSEigenes WerkDiese Vektorgrafik wurde mit dem Adobe Illustrator erstellt.Diese Datei wurde mit Commonist hochgeladen.Diese Vektorgrafik enthält Elemente, die von folgender Datei entnommen oder adaptiert wurden:  Serbia in Europe (claimed hatched).svg (von TUBS).. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)


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