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Streit eskaliert: Putin kündigt an, Erdogan keine Fröhliche Weihnachten wünschen zu wollen

17. Dezember 2015 ·

Unnachgiebig und kompromisslos: Wladimir Putin.
Unnachgiebig und kompromisslos: Wladimir Putin.

Moskau (EZ) | 17. Dezember 2015 | Die Kluft zwischen Russland und der Türkei wird immer tiefer. Auf der Jahrespressekonferenz in Moskau kündigte Präsident Putin nun sogar an, dass er seinem türkischen Kollegen Erdogan dieses Jahr kein fröhliches Weihnachtsfest wünschen werde.

Mit Spannung war der Auftritt des russischen Präsidenten erwartet worden. Auf der Jahrespressekonferenz stand Putin rund 1.400 Reportern geduldig Rede und Antwort. Dabei teilte er u.a. mit, dass er keine Hoffnung auf eine Besserung der Beziehungen zwischen Russland und der Türkei habe. Seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe vor drei Wochen herrscht Eiszeit zwischen den beiden Ländern.

Doch Putin ging noch weiter. Als sei die Situation nicht schon angespannt genug, kündigte er an, seinem türkischen Amtskollegen Erdogan dieses Jahr keine fröhlichen Weihnachten zu wünschen. „Ich habe bereits 56 Weihnachtsgrußkarten an meine ausländischen Freunde verschickt. Angela Merkel hat dieses Jahr sogar zwei erhalten. Aber Herr Erdogan ist diesmal nicht dabei“, so der Kreml-Chef.

„Es fiel mir schwer, als ich die Karte mit dem abgebildeten Jesus-Kind in meiner Hand hielt und eigentlich eine kleine obligatorische Weihnachtsgrußbotschaft an Erdogan verfassen wollte. Aber dann dachte ich mir: Nein, Wladimir, jetzt musst du auch mal hart bleiben.“

Er wisse, dass sein türkischer Freund sicher enttäuscht sein werde und die ohnehin sehr angespannte Situation dadurch nicht gerade zu einer Besserung führen werde. „Aber vielleicht merkt Erdogan dann auch endlich, wie ernst uns diese ganze Sache ist,“ so Putin abschließend.

(JME/Foto: „Vladimir Putin 12018“ von Kremlin.ru. [Lizenziert unter CC-BY 4.0 über Wikimedia Commons])


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