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Greenpeace warnt: Kaffeekapselbaum vom Aussterben bedroht

Berlin (EZ) | Weltweit steigt der Konsum von Kaffeekapseln. Allein in Deutschland werden mehr als 2 Milliarden Stück pro Jahr verbraucht. Nun warnen Umweltschützer, dass der Kaffeekapselbaum bald schon aussterben könnte.

In Kolumbien und in Äthiopien ist die Lage schon brisant, so Greenpeace: Bei Ortsbesuchen wurde kein einziger Kaffeekapselbaum entdeckt. „Die Situation ist schlimm“, so ein Sprecher der Umweltschutzorganisation.

Auch Nachfragen bei Einheimischen brachten Schlimmes zutage: „Keiner der Befragten konnte sich erinnern, jemals einen solchen Baum gesehen zu haben.“ Der Baum ist in vielen Gegenden schon in Vergessenheit geraten.

Noch vor wenigen Jahren war der Konsum von Kaffeekapseln undenkbar. Kaffee wurde entweder gebrüht oder aus ganzer Bohne zuhause gemahlen.

„Dann wurde die Kaffeekapsel entdeckt und zu horrenden Preisen verkauft“, so Greenpeace. Entsprechende Geräte finden reißenden Absatz und die Verbraucher machen sich keine Gedanken darüber, dass auch die Ressource Kaffeekapsel natürlich begrenzt ist. „Und jetzt ist es soweit. Wenn wir nichts unternehmen, ist der Kaffeekapselbaum bald verschwunden.“

Besonders bedroht sind demnach die Senseo-Eiche, die Nespresso-Tanne sowie die Cafissimo-Buche.

Eine weltweite Konferenz zum Thema wird nun gefordert, um den Baum vor dem Aussterben zu bewahren. „Aber vor allem ist die Industrie gefragt. Sie muss endlich einlenken.“ Für jede gepflückte Kaffeekapsel müsste ein Baum gepflanzt werden.

(Dieser Artikel erschien zuerst im Dezember 2015)

(BSCH/Foto: „Coffee capsules – anieto2k“ by Andrés Nieto Porras. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.)

 

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