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„Mehr Geld für Elbphilharmonie“: Hamburger Senat freut sich über Olympia-Aus

30. November 2015 ·

Noch lange nicht fertig, wie auch der Laie unschwer erkennen kann: Die Hamburger Elbphilharmonie.
Noch lange nicht fertig, wie auch der Laie unschwer erkennen kann: Die Hamburger Elbphilharmonie.

Hamburg (EZ) | 30. November 2015 | Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz freut sich sehr darüber, dass sich die Mehrheit der Hamburger gestern für zusätzliche finanzielle Mittel für die Elbphilharmonie ausgesprochen haben und gegen die Austragung der Olympischen Spiele.

51,6% der Hamburger Wähler haben dafür gestimmt, die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele 2024 abzubrechen und das freigewordene Geld stattdessen für den Ausbau der Elbphilharmonie zu verwenden. Der Senat ist außer sich vor Freude: „So viel Zustimmung für die Hochkultur hätten wir nicht erwartet,“ so Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nach dem Referendum.

Die Bewerbung für die Olympiade hätte mindestens 6,2 Milliarden Euro gekostet – „Geld, das dann einfach verpulvert gewesen wäre, anstatt es nachhaltig zu investieren – wie zum Beispiel in den Bau der Elbphilharmonie,“ sagte Scholz zufrieden. „Aufgrund der optimistischen Summe, die wir für das Referendum rausgegeben haben, könnten es am Ende sogar noch 10 Milliarden Euro werden.“

Mit dem finanziellen Polster plant der Hamburger Senat zudem ein weiteres Projekt. „Wir brauchen dringend einen neuen Flughafen,“ so Scholz weiter. Als Vorbild soll der noch im Bau befindliche Hauptstadtflughafen in Berlin dienen. „Wir sind zuversichtlich, dass der Gebäudekomplex in spätestens drei Jahren steht und maximal 500 Millionen Euro kosten wird“, so der Bürgermeister.

(BSCH/Foto: „Elbphilharmonie 3920“ by Henry Kellner – Own work. [Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons])


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