„Fühl mich wie ein Bundespräsident“ – Merkel beklagt zunehmenden Bedeutungsverlust

Berlin (EZ) | 13. November 2015 | Es wird immer einsamer um die Kanzlerin. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der eigenen Partei schwindet zunehmend der Rückhalt. Nun beklagte sich Merkel darüber, sich wie „ein Bundespräsident“ zu fühlen. So unwichtig komme sie sich mittlwerweile vor.

Mit ihrem Spruch „Wir schaffen das“ löste Merkel eine heftige Debatte in der Flüchtlingspolitik aus, an der sie noch immer unumwunden festhält. Doch zunehmend gehen auch immer mehr Parteifreunde auf Abstand zu der Willkommenspolitik der Kanzlerin. Zuletzt bezeichnete sogar Finanzminister Schäuble den Flüchtlingszustrom als „Lawine“ und distanzierte sich mit dieser Aussage ebenfalls von der Einstellung Merkels.



Auch in der Bevölkerung verliert die Kanzlerin an Rückhalt. Wöchentlich sinken ihre Umfragewerte.

Nun äußerte sich Merkel erstmals selbst zu dem zunehmenden Bedeutungsverlust und sagte: „Ich fühle mich ein wenig nutzlos. Was ich sage, was ich mache, wird nicht mehr ernst genommen. Ich kann kaum noch Einfluss auf meine Partei und die Regierungsbildung nehmen. Unter diesen Bedingungen hätte ich auch Bundespräsidentin werden können.“

Sie werde nun alles in ihrer Macht stehende tun, das Ruder wieder an sich zu reißen und zurück zu alter Stärke zu gelangen.



(JME/Foto: „EPP EaP Leaders‘ Meeting – 21 May (17315269234)“ von European People’s Party [Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons])